von ih 20.08.2026 11:18 Uhr

Über 115 Mio. Schaden durch Enkeltrick, Liebesbetrug und Co.

Betrüger bringen Menschen in Österreich immer häufiger um ihr Erspartes. Im vergangenen Jahr hat sich die Schadenssumme bei betrügerischen Transaktionen um fast 18 Prozent auf 115,4 Millionen Euro erhöht, gab die Nationalbank (OeNB) am Donnerstag bekannt. Die Betrüger erschleichen sich das Geld etwa durch Fake-Anrufe und -Nachrichten oder Vortäuschen einer Notlage.

Symbolbild UT24 / KI-generiert

Den größten finanziellen Schaden verursachten betrügerische Überweisungen, so die OeNB. Der durchschnittliche Schaden liege hier bei rund 3.000 Euro. In Einzelfällen seien sogar Schäden von mehr als einer Million Euro beobachtet worden.

„Besonders auffällig ist dabei die zunehmende Bedeutung sozialer Manipulation. 83 Prozent der Verluste bei Überweisungen waren 2025 darauf zurückzuführen, dass Betrüger ihre Opfer gezielt täuschten und dazu brachten, eine Zahlung selbst auszulösen und freizugeben“, heißt es laut Nationalbank.

Kriminelle geben vor, ein Familienmitglied zu sein, um an Geld zu kommen

Zu den häufigen Betrugsmaschen zählten Kauf- und Anlagebetrug, Liebesbetrug, Rechnungs- und Überweisungsbetrug, Paketdienst- und Zustellbetrug, CEO-Betrug, „Behörden“-Betrug sowie der Enkel- oder Neffentrick. Bei letzterem geben Kriminelle vor, ein Familienmitglied zu sein, um an Geld oder Wertsachen zu gelangen.

Insgesamt wurden 2025 rund 351.000 betrügerische Transaktionen registriert. Neun von zehn Betrugsfällen entfallen auf Kartenzahlungen. Wer bei Zahlungsbetrug letztlich den finanziellen Schaden trägt, hänge wesentlich davon ab, ob eine Zahlung vom Opfer selbst autorisiert wurde oder nicht, so die Nationalbank.

apa

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