Achtjährige in der Steiermark getötet: Polizei sucht weiter nach Motiv

Der Vater befand sich Mittwochfrüh weiterhin bei der Polizei, um befragt zu werden. Seine Verletzungen, die er sich offenbar selbst nach der Tat zugefügt haben dürfte, waren in der Nacht auf Dienstag bereits versorgt worden. Er hatte offenbar Suizid begehen wollen. Seitens der Polizei wurde die mutmaßliche Tatwaffe sichergestellt und diese wird ebenfalls untersucht: Es handelt sich um eine Art japanisches Küchenmesser mit einer etwa 20 Zentimeter langen Klinge, sagte Polizeisprecher Fritz Grundnig zur APA.
Befragt werden dürfte wohl auch der Bruder des Verdächtigen und dessen Ehefrau. Mit ihnen sowie deren drei Kindern hatte der Mann samt seiner eigenen Ehefrau und den beiden Töchtern in einem nicht allzu großen Haus zusammengelebt – vier Erwachsene und fünf Kinder unter einem Dach, auf relativ begrenztem Raum. Wie Medien am Mittwoch berichteten, soll die Großfamilie vor rund zehn Jahren in das Haus eingezogen sein. Sie sollen sich aktiv am Dorfleben beteiligt haben. Alle zusammen waren angeblich häufig in trachtigen Lederhosen und barfuß unterwegs, stets freundlich. Diese Angaben konnten die Ermittler bisher aber nicht bestätigen.
Die Polizei war in der Nacht auf Dienstag alarmiert worden, weil der Vater seine Tochter attackiert hatte. Als die Einsatzkräfte eintrafen, fanden sie die lebensgefährlich verletzte Schülerin im Haus, der Vater, der sich selbst Verletzungen zugefügt hatte, wurde ebenfalls, aber in einem anderen Raum, gefunden. Während die Kleine ins LKH Graz gebracht wurde und die Ärztinnen und Ärzte noch vergeblich ihr Leben zu retten versuchten, wurde der Vater festgenommen und ebenfalls medizinisch versorgt. Weder er noch die Mutter des Mädchens konnten am Dienstag befragt werden. Das Motiv ist daher noch völlig unklar.
apa






