von ih 18.08.2026 08:22 Uhr

Wespen-Alarm: Diese Zahlen sind erschreckend

Tirol erlebt heuer ein besonders starkes Wespenjahr. Das zeigt sich auch an den Einsatzzahlen des Rettungsdienstes: Im Juli mussten die Einsatzkräfte 136 Mal wegen eines Insektenstichs ausrücken – im Vorjahresmonat waren es 28 Einsätze. In der ersten Augusthälfte wurden bereits 175 Einsätze verzeichnet, gegenüber 17 im selben Zeitraum 2025.

APA (dpa/Symbolbild)

Unterschiedliche Reaktionen

Damit hat sich die Zahl der Einsätze im Juli beinahe verfünffacht, im August sogar mehr als verzehnfacht. Das Rote Kreuz Tirol warnt deshalb davor, Wespen- und Bienenstiche zu unterschätzen.

Für die meisten Menschen bleiben die Folgen auf Rötung, Schwellung, Schmerzen und Juckreiz begrenzt. Bei einer Insektengiftallergie kann sich der Zustand jedoch rasch verschlechtern. Großflächige Schwellungen, Juckreiz am ganzen Körper, Übelkeit, Erbrechen, Atemnot oder Kreislaufprobleme sind Warnzeichen. In diesen Fällen muss sofort der Notruf 144 gewählt werden.

Besonders gefährlich sind auch Stiche im Mund- und Rachenraum, da die Schwellung die Atemwege beeinträchtigen kann.

Was empfohlen wird

Grundsätzlich empfiehlt das Rote Kreuz, die betroffene Stelle rasch zu kühlen. Bei einem Bienenstich sollte zudem der Stachel vorsichtig entfernt werden. Menschen mit bekannter Insektenallergie sollten ihr Notfallmedikament stets griffbereit haben und auch Angehörige über die Allergie und den Aufbewahrungsort des Notfallsets informieren.

Auch vorbeugen lässt sich: Beim Essen und Trinken ist besondere Vorsicht geboten, ebenso beim Aufenthalt auf Wiesen. Geschlossene Schuhe und luftige, langärmelige Kleidung können zusätzlichen Schutz bieten.

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