von mmh 16.08.2026 18:19 Uhr

Kein Tierarzt im Notfall? FPÖ fordert neues Notdienstsystem für Tirol

Die tierärztliche Versorgung in Notfällen sorgt in Tirol für Kritik. FPÖ-Tierschutzsprecher Alexander Gamper fordert von der Landesregierung ein funktionierendes veterinärmedizinisches Notdienstsystem und wirft ihr Untätigkeit vor.

APA/THEMENBILD

Wenn Tierhalter in einem akuten Notfall keinen Tierarzt erreichen, sei das aus seiner Sicht ein ernstes Problem. „Tierärztliche Hilfe im Notfall darf in Tirol keine Glücksfrage sein“, erklärt Gamper.

Gleichzeitig betont der Freiheitliche, dass viele Tierärzte bereits über ihre regulären Ordinationszeiten hinaus Hilfe leisten würden. Diese Arbeit verdiene Unterstützung und verlässliche Rahmenbedingungen, so Gamper.

FPÖ fordert Notdienst nach Salzburger Vorbild

Die FPÖ habe das Thema der tierärztlichen Versorgung und insbesondere des Kleintier-Notdienstes bereits mehrfach aufgegriffen. In einem Antrag aus dem Jahr 2023 habe die Partei die Prüfung eines flächendeckenden und ausfinanzierten Tierarzt-Notdienstes nach Salzburger Vorbild gefordert.

Nun nimmt Gamper die Tiroler Landesregierung und insbesondere Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler in die Pflicht. Dieser sei für die veterinärmedizinischen Agenden zuständig.

„Bloße Zuständigkeitsverweise und Lippenbekenntnisse helfen keinem leidenden Tier und keinem verzweifelten Tierhalter“, kritisiert Gamper. Geisler müsse gemeinsam mit der Tierärztekammer, der Landesveterinärdirektion, den Amtstierärzten, Gemeinden, Tierkliniken und Tierarztpraxen ein funktionierendes Notdienstsystem gewährleisten.

Dabei gehe es sowohl um die Versorgung von Klein- als auch von Großtieren. Gamper fordert von der Landesregierung konkrete Maßnahmen.

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