von ih 12.08.2026 13:26 Uhr

83 Millionen Euro für Südtirols Radwege

Südtirol baut sein Radwegenetz weiter aus – und investiert dafür so viel Geld wie noch nie. Zwischen 2022 und 2026 wurden insgesamt knapp 83 Millionen Euro für die Radmobilität bereitgestellt. Das entspricht im Schnitt mehr als 30 Euro pro Einwohner und Jahr.

Foto: IDM Südtirol/Alex Moling

Die finanziellen Mittel stammen aus verschiedenen Quellen: 46,9 Millionen Euro kommen aus dem Landeshaushalt, 22,6 Millionen Euro aus europäischen EFRE-Mitteln und weitere 13,4 Millionen Euro aus dem Ministerialdekret 257/2024. Mit dem Geld werden derzeit rund 60 Kilometer Radwege neu gebaut oder verbessert. Das entspricht mehr als zehn Prozent des übergemeindlichen Südtiroler Radwegenetzes.

Landesrat Daniel Alfreider sieht darin einen wichtigen Schritt, um das Fahrrad stärker im Alltag zu verankern. „Das Fahrrad darf nicht nur als Freizeit- oder Tourismusgerät gesehen werden“, betont Alfreider. Es müsse zunehmend für den Weg zur Arbeit, zur Schule, zum Bahnhof, zu Geschäften und zu öffentlichen Einrichtungen genutzt werden. Ziel seien sichere, durchgehende und täglich nutzbare Verbindungen.

Projekte in ganz Südtirol

Wie umfangreich die Investitionen sind, zeigt ein Blick auf die konkreten Bauvorhaben. Fünf Projekte konnten bereits abgeschlossen werden. Dafür wurden insgesamt 3,36 Millionen Euro ausgegeben.

Dazu gehören der Radweg entlang der Alten Landstraße in Algund, der mit 707.613 Euro zu Buche schlägt, sowie der Rad- und Gehweg am rechten Eisackufer in Bozen zwischen Reschenbrücke und Casanova für 691.293 Euro. In Leifers wurde die Verbindung von St. Jakob bis zur Wurzerstraße für 710.841 Euro verlängert. Weitere 560.477 Euro flossen in den Radweg zwischen Prad am Stilfserjoch und der Stilfser Brücke. Im Wipptal entsteht zudem entlang der Brennerstaatsstraße SS 12 im Bereich Plunger ein neuer Radweg, für den 685.000 Euro investiert wurden.

Noch größere Summen stehen für laufende beziehungsweise kurz vor dem Abschluss stehende Projekte zur Verfügung. Im Burggrafenamt werden 5,74 Millionen Euro in den Ausbau des Radwegs auf Meraner Gemeindegebiet zwischen Sinich und dem Bahnhof Untermais im Bereich der Marlinger Brücke investiert.

Im Eisacktal wird der übergemeindliche Radweg im Bereich Klausen Nord für 2,02 Millionen Euro neu gestaltet. In Gais im Pustertal wird das Radwegenetz entlang der Josef-Riehl-Straße für 2,85 Millionen Euro ausgebaut. Im Grödnertal entsteht zwischen St. Christina und Wolkenstein der neue Radweg Rodaval. Dafür sind 4,83 Millionen Euro vorgesehen. Weitere 2,05 Millionen Euro fließen in die Beleuchtung der Radverbindung zwischen Kaltern, Eppan und Bozen.

Allein diese fünf laufenden Projekte haben einen Gesamtwert von rund 17,49 Millionen Euro. Zusammen mit den bereits abgeschlossenen Maßnahmen belaufen sich die Investitionen der zehn genannten Projekte auf mehr als 20,8 Millionen Euro.

Der Ausbau soll dabei nicht nur dem Freizeitverkehr dienen. Besonders Verbindungen zu Bahnhöfen und innerhalb beziehungsweise zwischen den größeren Gemeinden sollen das Fahrrad als Alternative zum Auto attraktiver machen. Südtirol setzt damit auf ein Radwegenetz, das zunehmend Teil des täglichen Verkehrs werden soll.

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