Wie gefährlich sind Südtirols Straßen?

Im Jahr 2024 ereigneten sich auf Südtirols Straßen 1.718 Unfälle mit Personenschaden. Dabei kamen 32 Menschen ums Leben. Und obwohl der Verkehr nach der Pandemie wieder auf altem Niveau war, gingen die Zahlen der Unfälle, der Verletzten und der Getöteten gegenüber dem Vorjahr zurück.
Im längeren Vergleich steht Südtirol sogar gut da. Die EU will die Zahl der Verkehrstoten bis 2030 gegenüber 2019 halbieren. In Südtirol sank sie zwischen 2019 und 2024 bereits um 30,4 Prozent, während der Rückgang auf gesamtstaatlicher Ebene mit nur 4,5 Prozent weit dahinter zurückblieb.
Wo es am gefährlichsten ist
Nicht alle Straßen sind gleich riskant. Das höchste Sterberisiko liegt auf der Autobahn, wo auf 100 Unfälle 4,6 Todesopfer kommen. Ein anderes Bild ergibt sich beim Ort des Geschehens. Laut ASTAT passiert rund die Hälfte aller Unfälle im Ortsgebiet, während sich die Hälfte der tödlichen Unfälle auf Staatsstraßen ereignet. Die meisten Zusammenstöße gibt es also innerorts, die tödlichen aber vor allem auf den schnelleren Straßen außerhalb der Ortschaften.
Besonders gefährdet
Interessant wird der Vergleich mit dem Bundesland Tirol. Dort kamen 2024 exakt gleich viele Menschen ums Leben wie in Südtirol, nämlich 32, nach 35 im Jahr davor.
Weil das Bundesland Tirol mit rund 765.000 Einwohnern aber deutlich mehr Menschen zählt als Südtirol mit rund 540.000, fällt die Rate pro Kopf in Südtirol höher aus. Auf 100.000 Einwohner kommen in Südtirol knapp sechs Verkehrstote, in Nord- und Osttirol gut vier. Auch in Tirol gibt es große regionale Unterschiede: Die meisten Todesopfer verzeichnete laut der Mobilitätsorganisation VCÖ der Bezirk Innsbruck-Land mit sieben, während es in Innsbruck, Landeck, Reutte und Schwaz jeweils zwei waren. Gleichzeitig stieg dort die Zahl der Schwerverletzten deutlich auf 1.029, ein Muster, das sich auch in Südtirol zeigt.
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