Südtirols Tourismus bleibt auf Erfolgskurs

Fast alle Beherbergungsbetriebe rechnen auch heuer mit einer zumindest zufriedenstellenden Ertragslage, in 30 Prozent der Fälle sogar mit einer guten. Besonders positiv fallen die Einschätzungen laut WIFO im Wipptal, in Salten-Schlern und in Bozen aus. Etwas verhaltener sind sie im Überetsch und Unterland, wo ein Fünftel der Betriebe eine schlechte Ertragslage meldet, berichtet die Handelskammer Bozen in einer Aussendung.
Getragen wurde die Umsatzentwicklung von den ausländischen Gästen und von höheren Preisen. Diese seien nötig gewesen, um dem erneuten Kostenanstieg entgegenzuwirken. Die Investitionstätigkeit wird laut WIFO durch die Unsicherheit über die Folgen von Inflation und hohen Kraftstoffpreisen gebremst.
Gastronomie: Italiener geben weniger aus
94 Prozent der Restaurants rechnen mit einer zumindest zufriedenstellenden Ertragslage, weisen aber auf eine verhaltene Umsatzentwicklung hin. Diese sei vor allem auf die geringeren Ausgaben der italienischen Kundschaft zurückzuführen. In dieser Branche gelinge es den Betrieben nicht immer, die Kostensteigerungen über die Preise weiterzugeben. Um die Ertragsmargen zu sichern, hätten viele ihre Investitionen reduziert.
Die Betreiber von Bars und Cafés melden stagnierende Umsätze und eine allgemeine Verschlechterung der Rahmenbedingungen, vor allem bei den Kosten und beim Zugang zu Krediten. Neun von zehn Betrieben rechnen dennoch mit einer zufriedenstellenden Rentabilität, auch wenn diese nur selten wirklich gut ausfällt.






