von ih 11.08.2026 08:51 Uhr

Gericht: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen fünf Personen

Nach dem Teileinsturz des Justizpalastes in Bozen hat die Staatsanwaltschaft umgehend Ermittlungen aufgenommen. Wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung hervorgeht, wurde ein Verfahren wegen fahrlässigen Einsturzes von Bauwerken eingeleitet. Die Ermittlungen wurden zwei Staatsanwälten übertragen.

Foto: Berufsfeuerwehr Bozen

Was ermittelt wird

Im Mittelpunkt steht zunächst die Frage, welche Ursachen zu dem Einsturz geführt haben. Ein technischer Sachverständiger wurde von der Staatsanwaltschaft beauftragt, mögliche Risiken weiterer Einstürze zu untersuchen und notwendige Sofortmaßnahmen vorzuschlagen. Außerdem soll er jene Bereiche bestimmen, die für spätere Untersuchungen zu den Ursachen des Einsturzes beschlagnahmt werden müssen.

Nach einer ersten Besichtigung wurde der vom Einsturz betroffene mittlere Teil des Gebäudes beschlagnahmt. Gleichzeitig wurden in den unversehrt gebliebenen Gebäudeteilen Sensoren angebracht. Sie sollen mögliche weitere strukturelle Veränderungen beziehungsweise Setzungen laufend überwachen. Zusätzlich soll ein Gerüst errichtet werden, um die weiterhin gefährdete zentrale Fassade zu stabilisieren.

Ermittlungen gegen fünf Personen

Unterdessen hat die Staatsanwaltschaft nach den ersten Ermittlungsergebnissen fünf Personen in das Register der Beschuldigten eingetragen. Die Betroffenen haben den Angaben zufolge Unterlagen zu den Arbeiten freiwillig den Ermittlern übergeben.

Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen. Weitere technische Ermittlungen sollen nun klären, warum es zum Teileinsturz des Justizpalastes gekommen ist. Die Staatsanwaltschaft betont ausdrücklich, dass für alle Beschuldigten weiterhin die Unschuldsvermutung gilt.

Jetzt
,
oder
oder mit versenden.

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite