von ih 09.08.2026 07:46 Uhr

Südspange Brixen nimmt konkrete Formen an

Die geplante Südspange in Brixen soll einen wichtigen Schritt in Richtung Umsetzung machen. Die Landesregierung hat auf Vorschlag von Mobilitäts- und Infrastrukturenlandesrat Daniel Alfreider die technischen Merkmale des Projekts geändert. Gleichzeitig wurden die Zuständigkeiten zwischen dem Land Südtirol und der Stadtgemeinde Brixen klar aufgeteilt.

(Foto: LPA/Fabio Brucculeri)

Ziel der Südspange ist es, das Stadtzentrum von Brixen und den Stadtteil Milland vom Verkehr zu entlasten. Gleichzeitig soll die Verbindung zwischen der Brennerstaatsstraße SS 12, der Gewerbezone, den Fraktionen des Brixner Mittelgebirges und der Landesstraße nach Afers verbessert werden.

Umsetzung in mehreren Baulosen

Das umfangreiche Infrastrukturprojekt wird künftig von Land und Gemeinde gemeinsam umgesetzt. Die einzelnen Bauabschnitte werden zwischen den beiden Verwaltungen aufgeteilt. Die Stadtgemeinde Brixen übernimmt für die ihr zugewiesenen Bereiche die weiteren Planungsphasen, die Vergabe, die Bauleitung und die Abnahme.

Das Land Südtirol realisiert jene Bauwerke, die in seinen Zuständigkeitsbereich fallen. Für den kommunalen Abschnitt stellt das Land zudem einen Finanzierungsbeitrag von zwölf Millionen Euro zur Verfügung.

„Mit der Südspange schaffen wir eine leistungsfähige Verbindung, die den Menschen konkret zugutekommt“, erklärte Landesrat Daniel Alfreider. Der Verkehr werde dadurch besser verteilt, die Sicherheit erhöht und gleichzeitig die Radmobilität gestärkt. Entscheidend sei eine klare Aufgabenverteilung zwischen Land und Gemeinde.

Auch in Brixen wird die Vereinbarung begrüßt. Bürgermeister Andreas Jungmann sieht darin die Möglichkeit, die verschiedenen Baulose gemeinsam mit dem Land zügiger voranzutreiben. Mobilitätsstadtrat Thomas Schraffl bezeichnet die Südspange als „wesentliches Projekt“ des städtischen Mobilitätsplans. Sie bilde den letzten Baustein der großräumigen Umfahrung von Brixen.

Neue Brücke über den Eisack

Die derzeit vorgesehene Variante umfasst mehrere größere Infrastrukturmaßnahmen. Herzstück ist unter anderem eine rund 72 Meter lange Bogenbrücke über den Eisack. Zudem sollen die Knotenpunkte an der Brennerstaatsstraße angepasst werden.

Vorgesehen sind außerdem zwei Unterführungen für Fußgänger und Radfahrer sowie neue Radverbindungen im Bereich Milland und der Sarnser Straße. Auch die geplante künftige Talstation der Plose-Kabinenbahn soll durch die neuen Verkehrsverbindungen besser angebunden werden.

Mit der Aufteilung der Zuständigkeiten und der zugesicherten Finanzierung sind nun wesentliche Voraussetzungen für die weitere Planung und Umsetzung der Südspange geschaffen.

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