von mmh 07.08.2026 10:47 Uhr

Nach Starkregen im Sarntal: Große Aufräumarbeiten nach Murgang

Nach einem Murgang im Röthenbach im Sarntal laufen die Aufräumarbeiten auf Hochtouren. Das Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung Nord der Agentur für Bevölkerungsschutz ist derzeit mit mehreren Maschinen im Einsatz, um das Bachbett wieder freizulegen und den Hochwasserschutz zu verbessern.

Die Wildbachverbauung räumt das Bachbett des Röthenbachs im Sarntal nach einem Murgang wieder frei. (Foto: LPA/Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung Nord der Agentur für Bevölkerungsschutz)

Große Mengen an Material abgelagert

Auslöser war ein Gewitter mit Starkregen am 1. August, das im Röthenbach einen Murgang auslöste. Bei einem Lokalaugenschein am 6. August verschaffte sich Amtsdirektor Philipp Walder ein Bild vom Ausmaß des Ereignisses.

„Wir sind mit vier Maschinen im Einsatz und baggern das Material aus“, erklärt Walder. Das abgelagerte Geröll und der Schlamm werden aus dem Bachbett entfernt, damit der Schutz für den Dickerhof, die Landesstraße und das Holzsägewerk wieder erhöht wird.

Die Arbeiten werden von der Gruppe mit Vorarbeiter Manuel Unterkalmsteiner durchgeführt.

Schutzbauten verhinderten größere Schäden

Durch den Murgang wurde das Bachbett im Bereich der Sperren im Oberlauf erneut mit großen Mengen an Geröll und Schlamm gefüllt. Besonders unterhalb der Mündung in die Talfer lagerte der Röthenbach viel Geschiebematerial ab.

Die Wildbachverbauung hatte den Bereich erst vor kurzem geräumt. Die Schutzmaßnahmen sollen nun wieder vollständig hergestellt werden.

Seit den 1980er-Jahren wurde der Röthenbach umfangreich verbaut. Fast 90 Konsolidierungssperren sowie mehrere Uferschutzmauern wurden errichtet, um die umliegenden Höfe, die Landesstraße und den gesamten Bereich Bundschen zu schützen.

Diese Maßnahmen hätten sich laut Agentur für Bevölkerungsschutz bereits mehrfach bewährt. Auch beim aktuellen Murgang konnten die Schutzbauten größere Schäden an Häusern und wichtigen Infrastrukturen verhindern.

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