Kein Deutsch im Zug? Landesrat gibt Fehler zu

Kein Deutsch und Personalpflichten missachtet
Auslöser der Landtagsanfrage war ein Vorfall im Zug R16139 am 4. Juni dieses Jahres. Laut Jürgen Anderlan habe eine Trenitalia-Schaffnerin kein Deutsch gesprochen und Haltestellen seien ausschließlich auf Italienisch und Englisch angekündigt worden.
In seiner Antwort verweist Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider nun auf die Auskunft von Trenitalia. Demnach sei die neue Zugbegleiterin zwar noch nicht im Besitz des Zweisprachigkeitsnachweises gewesen, habe jedoch einen Sprachführer für Deutsch und Italienisch mitgeführt. Das fehlende Identifikationsschild sei ebenfalls auf die erst kurz zuvor erfolgte Anstellung zurückzuführen.
Grundsätzlich gelte für das Personal die Pflicht, Uniform und Namens- beziehungsweise Matrikelnummer zu tragen. Warum dies in diesem Fall nicht eingehalten wurde, konnte Alfreider nicht erklären.
Landesrat räumt Fehler ein
Auch die ausschließlich italienischen und englischen Durchsagen räumt das Land indirekt als Fehler ein.
Landesrat Alfreider betont, dass die Zweisprachigkeit im öffentlichen Nahverkehr durch das Autonomiestatut und entsprechende Durchführungsbestimmungen vorgeschrieben sei. Das zuständige Eisenbahnverkehrsunternehmen sei unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorfalls aufgefordert worden, den Mangel umgehend zu beheben.
Für die Zukunft kündigt die Südtiroler Landesregierung an, Verstöße gegen die Zweisprachigkeit weiterhin konsequent beanstanden zu wollen. In solchen Fällen würden die Verkehrsunternehmen ermahnt und technische Korrekturen – etwa bei Ansagen, Beschilderungen oder Aushängen – unverzüglich angeordnet, heißt es.






