Wildbachverbauung räumt nach Unwettern in mehreren Gemeinden auf

Wie das Landespresseamt mitteilt, sind nach den Starkregenereignissen am Samstagnachmittag mehrere Bäche verklaust und über die Ufer getreten. Besonders stark betroffen waren die Gemeinden St. Vigil in Enneberg, Stilfs und Tiers. Die Ämter für Wildbach- und Lawinenverbauung sind seither mit den Aufräumarbeiten befasst.
Nach einem Murenabgang im Gadertal zwischen St. Vigil und Pederü räumt eine Gruppe des Amtes für Wildbach- und Lawinenverbauung Ost auf. Im Föjedöra-Bach und im Talbach waren Muren abgegangen, in beiden Bächen wurde jeweils eine Brücke weggerissen. Mit Unterstützung von zehn Baggern werden laut Thomas Gamper rund 35.000 bis 40.000 Kubikmeter Schlamm und Geröll weggeräumt. Die verlegte Straße nach Pederü ist nach den Räumarbeiten wieder einspurig mit Ampelregelung befahrbar. Für die Sofortmaßnahme sind voraussichtlich 350.000 Euro nötig.
Murmaterial im Vinschgau
Im Pleisserbach bei Stilfs gingen am Samstagabend rund 60.000 Kubikmeter Murmaterial ab, woraufhin der Bach ausuferte. Wie Julius Staffler vom Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung West berichtet, verklauste das Material im Bereich der Mündung zwei weitere Bäche ganz oder teilweise. Eine Gruppe begann noch am Sonntag mit den Aufräumarbeiten. Das Material muss entfernt werden, damit die Wallfahrtskirche zu den Heiligen Drei Brunnen wieder geschützt ist.
Trinkwasserleitung im Tschamintal freigespült
Im Tschamintal bei Tiers ist nach einem heftigen Unwetter am Sonntagabend der Tschaminbach über die Ufer getreten. Wie Hansjörg Prugg vom Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung Süd berichtet, wurden große Mengen an Bachschutt mobilisiert und abgelagert. Dabei wurden zwei Holzbrücken weggerissen und eine Trinkwasserleitung freigespült. Zudem wurde der Wanderweg abgerutscht, die Uferschutzmauern wurden unterspült und stellenweise zerstört.
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