Bis zu 1.000 Demonstranten bei der Fernpass-Sperre

Die Vollsperre der B 179 begann wie geplant um 9.45 Uhr und wurde um 12 Uhr wieder aufgehoben. Insgesamt versammelten sich rund 950 bis 1.000 Teilnehmer, mehr als bei der „Premiere“ am 27. Juni – bei den Kundgebungen in den Bezirken Reutte und Imst. Protestiert wurde erneut vor allem gegen das „Fernpasspaket“ der Landesregierung. Der Protest richtet sich gegen das Anfang 2024 vorgestellte „Fernpasspaket“. Die Landesregierung plant Investitionen von 500 Millionen Euro und einen Haftungsrahmen von 600 Millionen Euro. Das Paket umfasst den neuen Fernpassscheiteltunnel, eine zweite Röhre beim Lermooser Tunnel, ein Mautsystem sowie Lärmschutz. Kritiker befürchten hingegen ein „Fernpass-Beschleunigungspaket“, das noch mehr Transitverkehr anlockt.
Positive Bilanz von Polizei und ÖAMTC
Sowohl die Polizei als auch der Autofahrerclub ÖAMTC zogen eine positive Bilanz. Das befürchtete Verkehrschaos sowie kilometerlange Staus blieben, wie schon Ende Juni, aus. Die Lage auf beiden Seiten des Fernpasses sei „sehr ruhig“ gewesen, erklärte der Bezirkspolizeikommandant von Reutte, Michael Eder. Ganz ohne Rückstau ging es allerdings nicht: Daten von Google Maps zeigten gegen 11 Uhr Staus in der Region. Vor der Sperrung standen Autofahrer in Richtung Süden rund sechs Kilometer lang im Stau, in der Gegenrichtung drei Kilometer.
Um Schleichwege zu verhindern, war zeitgleich auch die Hahntennjochstraße gesperrt worden. Zudem galten Fahrverbote für den Ausweichverkehr im Bezirk Reutte. Die Polizei kontrollierte die Alternativrouten über Scharnitz, Leutasch, Telfs und Zirl engmaschig.
Ein Grund für die ruhige Lage dürfte die frühzeitige Ankündigung gewesen sein. Die Blockade fiel mit dem Beginn der Sommerferien in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland zusammen. Der Urlauberverkehr habe sich wohl auf andere Routen verteilt, so dass es kaum zu Staus kam, hieß es vom ÖAMTC.






