Früherkennung rettet Leben: Südtiroler setzen stark auf Krebsvorsorge

Teilnahme über italienischem Durchschnitt
Besonders hoch ist die Beteiligung bei Frauen. Laut der Studie haben 83,3 Prozent der Frauen zwischen 25 und 64 Jahren eine Untersuchung zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs durchführen lassen. An der Brustkrebsfrüherkennung beteiligen sich knapp 80 Prozent der anspruchsberechtigten Frauen. Beim Darmkrebs-Screening liegt die Teilnahme der 50- bis 69-Jährigen bei 63,1 Prozent.
Damit liegen die Werte in Südtirol über dem gesamtstaatlichen Durchschnitt.
„Die hohe Beteiligung zeigt, dass Prävention in Südtirol einen hohen Stellenwert hat. Vorsorgeuntersuchungen ermöglichen es, Krebserkrankungen frühzeitig zu erkennen und damit die Heilungschancen deutlich zu verbessern“, erklärt Gesundheitslandesrat Hubert Messner.
Hausärzte spielen wichtige Rolle
Die Ergebnisse würden laut dem Ressort Gesundheitsvorsorge und Gesundheit das ausgeprägte Bewusstsein für Prävention in der Bevölkerung bestätigen. Einen wichtigen Beitrag zur Teilnahme leisten neben den Einladungsschreiben des Südtiroler Sanitätsbetriebes auch Empfehlungen von Hausärzten und Gesundheitsfachkräften.
Viele Frauen nehmen Vorsorgeuntersuchungen zudem unabhängig von den organisierten Screeningprogrammen entsprechend den staatlichen Empfehlungen wahr.
Die Daten ergänzen das positive Bild der aktuellen Bersaglio-Studie der Scuola Superiore Sant’Anna in Pisa, die die Qualität des Südtiroler Gesundheitssystems in mehreren Bereichen bestätigt hatte.
Die PASSI-Erhebung („Progressi delle Aziende Sanitarie per la Salute in Italia“) ist ein staatliches Monitoringprogramm des italienischen Gesundheitswesens. Gemeinsam mit den Regionen sammelt das Istituto Superiore di Sanità regelmäßig Daten zum Gesundheitsverhalten, zur Nutzung von Vorsorgeangeboten und zu Präventionsmaßnahmen.






