von lif 31.07.2026 12:53 Uhr

FC Südtirol gegen Bari: Drei Fans erhalten Stadionverbot

Nach Vorfällen beim Spiel FC Südtirol gegen Bari hat die Staatspolizei drei Stadionverbote verhängt. Die Fans haben beim Play-out-Rückspiel im Mai Böller gezündet und ein Kind erlitt dabei einen vorübergehenden Hörverlust.

Bild: Quästur Bozen

Wie die Staatspolizei mitteilt, erließ der Bozner Quästor Giuseppe Ferrari nach Abschluss aller Ermittlungen drei sogenannte Daspo-Verfügungen. Diese Zutrittsverbote zu Sportstätten gelten für zwei bis vier Jahre. Anlass war das Verhalten der Fans beim letzten Spiel der vergangenen Saison im Drusostadion am 21. Mai, dem Rückspiel der Serie-B-Play-outs.

Gegen zwei Fans im Alter von 23 und 44 Jahren, beide aus Bari, wurden Verbote von vier beziehungsweise zwei Jahren verhängt. Sie haben sich laut Polizei auf der Gästetribüne aufgehalten und dort Masken getragen, um nicht erkannt zu werden. In zwei Fällen zündeten sie große Feuerwerkskörper und warfen diese aufs Spielfeld, wo sie explodierten. Nach einer der Explosionen suchte ein Minderjähriger in Begleitung seines Vaters die Notaufnahme auf und klagte über einen vorübergehenden Hörverlust. Seine Verletzungen wurden als innerhalb von zehn Tagen heilbar eingestuft. In den folgenden Tagen erstattete er Anzeige.

Papierbombe auf der Tribüne

Das dritte Verbot mit einer Dauer von drei Jahren richtet sich gegen einen 49-jährigen Bari-Fan. Er zog laut Polizei beim Aufstieg zur Tribüne einen Knallkörper aus seiner Kleidung, ohne Rücksicht auf die umstehenden Fans, darunter ältere Menschen und Kinder. Auf der Tribüne zündete er den Böller und warf ihn in der Nähe eines Serviceaufzugs zu Boden. Durch die heftige Explosion mussten zwei Personen von den Sanitätern im Stadion behandelt werden. Sie klagten über einen vorübergehenden Hörverlust und Splitterverletzungen.

Alle drei Fans wurden nach den Ermittlungen der DIGOS den Justizbehörden gemeldet. Aufgrund der Daspo-Verfügungen dürfen sie für die Dauer ihres Verbots keine Spiele ihres Vereins mehr besuchen.

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