Bevölkerungsschutz mahnt zu Vorsicht im Hochgebirge

Beim Ereignis am 27. Juli brachen große Eismassen von der Serakwand des Suldenferners ab, am Folgetag gingen weitere Eis- und Geröllmassen nieder. Laut Roberto Dinale, Direktor des Amtes für Hydrologie und Stauanlagen, sind solche Abbrüche mittlerweile Teil der Zerfallsdynamik vieler Gletscher. Ähnliche Entwicklungen seien bereits in den vergangenen Jahrzehnten am Übeltalferner und am Gepatschferner beobachtet worden.
Der Bevölkerungsschutz überwacht vor allem Siedlungsgebiete sowie stark frequentierte Bereiche und greift dort bei Bedarf mit gezielten Maßnahmen ein. Im freien Gelände sei jedoch vor allem Eigenverantwortung gefragt. Die objektive Gefahr im Hochgebirge sei derzeit überdurchschnittlich hoch, insbesondere durch die zunehmende Steinschlaggefahr infolge des tauenden Permafrosts.
Die Behörde empfiehlt daher, Bergtouren sorgfältig zu planen, die aktuelle Wetter- und Klimasituation zu berücksichtigen und bei unsicheren Bedingungen auf bestimmte Routen zu verzichten. Wichtig seien zudem eine aufmerksame Beobachtung des Geländes sowie der Austausch zwischen Zivilschutz, Bergführern, Hüttenwirten und Mitarbeitern der Aufstiegsanlagen, um Risiken frühzeitig zu erkennen.






