Gröden: Falsche Bankmitarbeiter erbeuten fast 3.000 Euro

Wie alles begann
Der Fall begann Anfang Juni. Der Grödner erhielt auf seinem Handy eine SMS, die scheinbar vom Zahlungsdienstleister Nexi stammte. Darin wurde vor einer angeblich verdächtigen Abbuchung in Höhe von 1.570 Euro gewarnt.
Kurz darauf meldete sich ein angeblicher Mitarbeiter der Betrugsabteilung telefonisch. Er behauptete, das Bankkonto des Mannes werde gerade von Hackern angegriffen. Um sein Geld zu sichern und die vermeintlich betrügerische Überweisung zu stoppen, müsse er den Betrag sofort auf sogenannte „Sicherheitskonten“ überweisen.
Der 58-Jährige glaubte den Angaben und führte zwei Sofortüberweisungen zu je 1.490 Euro aus. Erst nachdem insgesamt 2.980 Euro von seinem Konto verschwunden waren, erkannte er den Betrug und erstattete Anzeige.
So wurden die Täter gefasst
Die Beamten der Ordnungskräfte nahmen umgehend die Ermittlungen auf und verfolgten die Geldflüsse. Die für den Betrug verwendeten Telefonnummern waren zwar in Neapel registriert und auf unbeteiligte Staatsbürger bangladeschischer Herkunft angemeldet, doch die Ermittler ließen sich davon nicht täuschen.
Durch die Auswertung von Telefon- und Bankdaten sowie in Zusammenarbeit mit den zuständigen Dienststellen in Süditalien konnten sie Geldabhebungen nachverfolgen und die bei der Kontoeröffnung verwendeten Dokumente überprüfen.
So gelang es den Ermittlern, die mutmaßlichen Täter zu identifizieren. Es handelt sich um eine 25-jährige Frau und einen 19-jährigen Mann aus Kampanien. Beide sind bereits wegen ähnlicher Straftaten polizeibekannt. Sie wurden wegen gemeinschaftlich begangenen schweren Betrugs auf freiem Fuß bei der Staatsanwaltschaft Bozen angezeigt.
Wichtiger Hinweis
Die Ordnungskräfte weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Banken oder Polizeibehörden niemals dazu auffordern, Geld auf angebliche Sicherheitskonten zu überweisen.
Wer eine verdächtige SMS oder einen alarmierenden Anruf erhält, sollte das Gespräch sofort beenden und sich ausschließlich über die offiziellen Kontaktwege seiner Bank informieren. Bei einem Betrugsverdacht sollte umgehend Anzeige erstattet werden.






