Rentenaufstockung: Kritik an Verzögerung bei Auszahlung

In einem offenen Brief hat ASGB-Vorsitzender Tony Tschenett die Südtiroler Landesregierung sowie die Direktion des NISF/INPS aufgefordert, öffentlich zu erklären, warum die Auszahlung der Rentenaufstockung für diese Personengruppe noch immer nicht möglich sei.
Die Sozialrente liege derzeit bei rund 550 Euro monatlich. Der Südtiroler Landtag habe jedoch beschlossen, Senioren mit einer Rente oder einem Einkommen von unter 1.000 Euro zusätzlich aus Landesmitteln zu unterstützen.
Vorhandenes Geld kommt nicht an
Andreas Leiter Reber verweist darauf, dass in der Region Friaul-Julisch Venetien entsprechende Zuschüsse bereits über ein Abkommen mit dem INPS auch an Bezieher der Sozialrente ausgezahlt würden. In Südtirol verhinderten laut Landesregierung hingegen noch ungeklärte Rechtsfragen eine Umsetzung.
Besonders kritisch sieht der freie Abgeordnete die Auswirkungen auf ältere Frauen, die einen Großteil der rund 1.000 Betroffenen ausmachten. Da diese Generation immer kleiner werde, sei die Verzögerung umso schwerwiegender.
Zudem wirft Leiter Reber der Südtiroler Landesregierung vor, bei der Ausarbeitung des Abkommens mit dem staatlichen Fürsorgeinstitut technische Fehler gemacht zu haben. Personen ohne klassische Altersrente seien schlicht nicht berücksichtigt worden. Bereits 2025 habe der Landtag rund 40 Millionen Euro für die Unterstützung von Senioren und Niedrigrentnern bereitgestellt.
Das Geld sei vorhanden, komme aber aufgrund der Verzögerungen weiterhin nicht bei den Betroffenen an.






