15 Millionen Euro für Fluglinien? Liste Fritz spricht von „Millionengrab“

„Jahr für Jahr 15 Millionen Euro Steuergeld in private Fluglinienkonzerne zu pumpen, ist eine Farce und nicht zielführend. Das garantiert weder den Fortbestand einer wichtigen internationalen Verbindung noch leistbare Tickets. Es öffnet lediglich ein neues Millionengrab“, erklärt Zöttl.
Kritik an Flughafenplänen
Als Grundlage seiner Kritik verweist die Liste Fritz auf die Beantwortung einer Landtagsanfrage durch Landesrat Mario Gerber zum Flughafen Innsbruck. Daraus gehe hervor, dass es derzeit weder verbindliche Verträge noch einen Zeitplan oder Zusagen von Fluggesellschaften gebe. Auch belastbare Passagier- oder Wirtschaftlichkeitszahlen würden laut Liste Fritz fehlen.
Die angekündigte „virtuelle Airline“ befinde sich weiterhin im Prüfstadium.
„Außer Gesprächen, Evaluierungen und unverbindlichen Hoffnungen hat Landesrat Gerber nichts vorzuweisen“, so Zöttl.
Ausbau der Bahn statt Flugsubventionen
Nach Ansicht der Liste Fritz sollte das Geld stattdessen in den Ausbau der Bahninfrastruktur fließen. Angesichts von Kriegen, Energiekrisen und wirtschaftlichen Unsicherheiten sei der Flugverkehr anfällig, während eine leistungsfähige Bahn Regionen dauerhaft verbinde und der gesamten Bevölkerung zugutekomme.
Konkret fordert die Partei den Ausbau der Bahnstrecke über das Große Deutsche Eck sowie eine Direktzugverbindung von Innsbruck zum Flughafen München.
Dass eine Verbindung zwischen Innsbruck und dem Flughafen München laut Landesrat Gerber „absehbar nicht realisierbar“ sei, weist Zöttl zurück. Die Deutsche Bahn sehe bei beiden Projekten dringenden Handlungsbedarf und würde sich über ernsthafte politische Unterstützung freuen.
„15 Millionen Euro pro Jahr gehören nicht in ein Subventionsfass ohne Boden, sondern in eine moderne und verlässliche Bahnanbindung. Das wäre gut investiertes Geld. Für Tirol, für Österreich und für kommende Generationen“, betont Zöttl.






