Neue Perspektive für Innsbruck-West? SPÖ schlägt gemeinsame Zukunftsstudie vor

Hintergrund sind die anhaltenden Diskussionen über die Belastungen durch Verkehr und Lärm im Westen Innsbrucks. Der Austausch mit Anrainern, der Bürgerinitiative, der Stadt Innsbruck, der ASFINAG und weiteren Beteiligten habe laut Wohlgemuth gezeigt, dass die Belastung für die Bevölkerung hoch sei und der Wunsch nach einer langfristigen Verbesserung der Lebensqualität bestehe.
Gesamtperspektive für den Westen Innsbrucks
„Die Menschen in Innsbruck-West erwarten sich zu Recht mehr als eine Grundsatzdiskussion. Wir sollten die Chance nutzen und gemeinsam eine fundierte Zukunftsperspektive für den gesamten Bereich entwickeln“, erklärt Wohlgemuth.
Eine gemeinsame Studie solle aus Sicht des SPÖ-Politikers der erste Schritt sein, um konkrete Planungen voranzutreiben. Das Regierungsprogramm enthalte ein Bekenntnis zu Tunnel-, Galerie- und Einhausungslösungen, wenn diese sinnvoll und möglich seien. Gleichzeitig bekenne sich der Bund zu einem bedarfsgerechten Ausbau des Lärmschutzes in besonders belasteten Regionen.
Mehr als nur eine mögliche Einhausung
Nach Angaben der SPÖ Tirol soll die Betrachtung nicht allein auf die mögliche Einhausung der Inntalautobahn beschränkt bleiben. Im Mittelpunkt stehe der gesamte Lebensraum zwischen Mentlberg, Sieglanger, Höttinger Au und Völs.
„Wir müssen gemeinsam einen Plan erarbeiten, wie wir diesen Bereich langfristig lebenswerter machen können – mit besserem Lärmschutz, attraktiveren Fuß- und Radverbindungen, neuen Grün- und Begegnungsräumen sowie einer besseren Vernetzung der Stadtteile“, sagt Wohlgemuth.
Eine Einhausung sei dabei ein wichtiger Baustein, müsse aber Teil einer umfassenden Gesamtstrategie sein.
Gespräche mit Bund und ASFINAG geplant
Wohlgemuth kündigt an, zeitnah Gespräche mit dem Bundesministerium für Verkehr sowie der ASFINAG aufnehmen zu wollen. Ziel sei es, die Grundlagen für eine gemeinsame Studie zu schaffen.
Die Verkehrssituation im betroffenen Gebiet sei komplex. Eine Studie könne dabei helfen, bestehende Planungen zusammenzuführen und verschiedene Lösungsansätze fachlich zu bewerten.
„Es bringt nichts, wenn jeder nur Forderungen erhebt. Jetzt geht es darum, gemeinsam einen realistischen Weg zu entwickeln“, betont Wohlgemuth. Wenn Bund, Land, Stadt und ASFINAG zusammenarbeiten, könne für die Menschen in Innsbruck-West eine spürbare Verbesserung erreicht werden.






