Islamistischer Terror-Anschlag: Mindestens eine Tote

„Mutmaßlich ist hier ein Fahrzeug in den Tiergarten eingefahren, hat mehrere Personen angefahren und dabei verletzt“, teilte die Berliner Polizei am Samstagabend mit. Die Verletzten würden von Rettungskräften versorgt. Wie ein Polizeisprecher betonte, ereignete sich der Vorfall nicht auf der durch den Tiergarten führenden Straße des 17. Juni, sondern in der angrenzenden Parkanlage. Die Polizei war mit starkem Aufgebot vor Ort und fahndete nach möglichen Tatverdächtigen.
Veranstalter riefen zum Verlassen des Areals auf
Die Organisatoren des CSD brachen die Veranstaltung ab und forderten die Teilnehmenden über Instagram auf, nach Hause zu gehen. Ein Journalist vor Ort berichtete, dass die Umgebung geräumt wurde. Die Polizei rief dazu auf, den Bereich weiträumig zu meiden. Zuvor hatten am Samstag unter dem Motto „Haltung ist hot“ Hunderttausende Menschen am CSD in Berlin teilgenommen. Die jährlichen CSD-Kundgebungen erinnern an den 28. Juni 1969, als die Polizei die New Yorker Bar „Stonewall Inn“ stürmte – ein Ereignis, das als Ausgangspunkt der modernen Schwulen- und Lesbenbewegung gilt.
2. Update:
— Polizei Berlin (@polizeiberlin) July 25, 2026
Kurz vor 22 Uhr soll der Fahrer eines weißen Fahrzeugs auf dem Ahornsteig im Großen #Tiergarten mehrere Personen angefahren haben. Es gibt zahlreiche Verletzte, darunter mehrere lebensgefährlich Verletzte. Die Fahndung nach einem oder mehreren Tatverdächtigen läuft mit… pic.twitter.com/TvJW7YjECA
Öffentliche Fahndung nach 21-Jährigem
Im Zuge der Ermittlungen leitete die Polizei eine öffentliche Fahndung ein. Gesucht wird der 21-jährige Abdul B., der die Tat gegen 22 Uhr im Bereich des Tiergartens verübt haben soll. Eine Frau starb bei der Attacke. Der Gesuchte wird als schlank und rund 1,90 Meter groß beschrieben, er habe schwarze Haare und trage einen schwarzen Hoodie sowie eine weiße Hose.
Die Polizei warnt eindringlich davor, die Person bei einer möglichen Sichtung anzusprechen oder mit ihr in Kontakt zu treten, da Abdul B. möglicherweise bewaffnet und gefährlich sei. Wer ihn sichtet, solle umgehend den Notruf 110 verständigen.
Verdächtiger der islamistischen Szene zugerechnet
„Der Mann ist polizeibekannt und wird der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet“, erklärte Polizeisprecher Florian Nath. Der Verdächtige soll erst im Mai 2026 aus dem Jugendarrest entlassen worden sein. Unklar ist bislang, ob er selbst am Steuer des Fahrzeugs saß. Das leere und laut Polizei stark beschädigte Auto wurde im Bereich des Tatorts sichergestellt.
Wer Hinweise zum aktuellen Aufenthaltsort von Abdul B. geben kann, wird gebeten, sich über das Hinweisportal der Polizei Berlin oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.






