von lif 24.07.2026 16:03 Uhr

Mehr Geld für Seniorenwohnheime

Weil Bauen immer teurer wird, passt das Land seine Förderungen für Seniorenwohnheime an. Besonders profitieren Gemeinden mit schwacher Wirtschaftskraft.

Bild: APA (dpa)

Wie das Landespresseamt mitteilt, hat die Landesregierung am 24. Juli einen entsprechenden Beschluss von Landesrätin Rosmarie Pamer gutgeheißen. Bisher unterstützte das Land Seniorenwohnheime, die ihr stationäres und teilstationäres Bettenangebot erweitern oder neu hinzukommen, mit rund 108.000 Euro. Das entspricht 60 Prozent des Fixbetrages von 180.000 Euro. Grund für die Anpassung sind laut Mitteilung die Preissteigerungen im Bausektor, aber auch bei technischen Anlagen und bei den Planungskosten.

Höhere Prozentsätze für schwache Gemeinden

Durch die geänderten Richtlinien erhöht sich der Beitragsprozentsatz für Gemeinden, die als wirtschaftlich schwach oder sehr schwach eingestuft wurden, von 60 auf 70 beziehungsweise 80 Prozent. Für Projekte ohne Beteiligung von Gemeinden bleibt es bei 60 Prozent. Pamer geht es nach eigenen Angaben nicht nur um die Unterstützung öffentlicher und privater Träger, sondern auch darum, die Rahmenbedingungen für den nötigen Ausbau des Angebots für ältere Menschen zu schaffen. Der Anteil der älteren Bevölkerung steige und damit auch der Pflegebedarf, so die Landesrätin.

Die höheren Beiträge sollen laut Pamer auch dazu dienen, die Zielwerte des Landessozialplanes zu erreichen. Dieser sieht 1.141 zusätzliche stationäre Betreuungsplätze sowie zwei teilstationäre Plätze je 100 pflegebedürftige, zu Hause lebende Personen vor.

Alle Dienste stark nachgefragt

Ein Blick auf die Zahlen zeigt laut Landespresseamt, dass sämtliche Dienste für Senioren in den vergangenen Jahren zugelegt haben. Den größten Zuwachs verzeichnet der ambulante Betreuungsdienst, der frühere Hauspflegedienst: 2025 nahmen ihn 18 Prozent oder 1.021 Personen mehr in Anspruch als noch 2020. Bei den stationären Plätzen in Seniorenwohnheimen gab es ein Plus von acht Prozent, also 337 zusätzliche Plätze.

Am stärksten gewachsen sind mit 20 Prozent die Dienste „Begleitetes, betreutes Wohnen“ und „Betreutes Wohnen Plus“. Dabei leben Senioren selbstständig in einer barrierefreien Wohnung, erhalten aber Unterstützung im Alltag. „Betreutes Wohnen Plus“, das zusätzlich unter anderem einen Nachtdienst vorsieht, wurde erst Ende 2022 eingeführt und befindet sich noch im Aufbau. Auch bei der Tagespflege und der Kurzzeitpflege stiegen die Zahlen der betreuten Personen und der Plätze.

Die Zahlen ließen darauf schließen, dass vor allem Angebote weiter ausgebaut werden müssten, die die Pflege zu Hause unterstützen oder pflegende Angehörige entlasten, betont Pamer. Zusammen mit dem Ausbau und der Erneuerung der Heimplätze solle so sichergestellt werden, dass Südtirol für den steigenden Pflegebedarf gerüstet sei.

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