von lif 23.07.2026 08:23 Uhr

18-Jähriger stürzt in den Tod

Eine Bergtour auf der Innsbrucker Nordkette hat für einen jungen Ungarn tödlich geendet. Auslöser der Tragödie dürfte der Ausfall einer Outdoor-App gewesen sein.

Symbolbild

Wie die Polizei mitteilt, sind die drei befreundeten Ungarn am Mittwoch gegen 06.30 Uhr von der Talstation der Hungerburgbahn aufgebrochen. Ihr Ziel war ein Gipfel auf der Nordkette. Nach einer Pause bei der Bergstation auf der Seegrube setzte die Gruppe gegen 13 Uhr die Tour fort und orientierte sich dabei mit einer Outdoor-App. Im bereits sehr steilen Gelände fiel die App jedoch aus. Die drei verloren die Orientierung und stiegen im weglosen Gelände weiter in Richtung des Gipfelkreuzes des „Kemacher“ auf.

Gegen 15.15 Uhr erreichten sie auf rund 2.300 Metern Höhe ein kleines Plateau und entschieden sich zur Umkehr. Beim Abstieg stürzte einer der jungen Männer im sehr steilen, grasigen und felsdurchsetzten Gelände laut Polizei rund 150 bis 200 Meter ab und blieb in einer Schotterrinne leblos liegen.

Einer der Begleiter setzte sofort einen Notruf ab, der andere stieg zum Verunglückten ab, konnte aber keine Lebenszeichen mehr feststellen. Auch der Notarzt, der mit dem Tau des Notarzthubschraubers zum Abgestürzten gebracht wurde, konnte nur mehr den Tod feststellen. Er diagnostizierte ein Polytrauma.

Die beiden Freunde wurden zunächst von der Crew des Notarzthubschraubers zur Bergstation der Hungerburgbahn in Sicherheit gebracht und anschließend mit dem Polizeihubschrauber ins Tal nach Innsbruck geflogen. Die Bergung des tödlich Verunglückten übernahm die Besatzung des Polizeihubschraubers.

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