von mmh 22.07.2026 16:32 Uhr

Rechtsextreme Straftaten in Tirol steigen deutlich an

Die Zahl der rechtsextremen Straftaten in Tirol ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Das geht aus einer Aussendung der Tiroler SPÖ hervor. Klubobfrau Elisabeth Fleischanderl sieht darin ein deutliches Warnsignal und fordert eine rasche Umsetzung des Nationalen Aktionsplans gegen Rechtsextremismus.

APA/THEMENBILD

Laut Fleischanderl wurden im Jahr 2025 in Tirol 113 Tathandlungen mit rechtsextremem Hintergrund registriert. Das entspricht laut SPÖ einem Anstieg von 16,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

„Zweistellige Prozentzuwächse bei rechtsextremen Straftaten müssen ein Warnsignal für jede Demokratie sein – und zeigen einmal mehr, wie dringend Österreich den Nationalen Aktionsplan gegen Rechtsextremismus braucht, wie er auf SPÖ-Initiative nun endlich umgesetzt wird“, wird Fleischanderl in der Aussendung zitiert.

Parteiübergreifender Schulterschluss gefordert

Die SPÖ-Klubobfrau spricht sich zudem für einen gemeinsamen Einsatz aller demokratischen Parteien gegen Rechtsextremismus aus. Besonders besorgniserregend sei aus ihrer Sicht, dass die Tatverdächtigen immer jünger würden.

„Der um sich greifende, kriminelle Rechtsextremismus ist eine Gefahr für unsere Demokratie und so wiederum ein klarer Auftrag an alle demokratischen Parteien. Besonders alarmieren muss, dass die Tatverdächtigen immer jünger werden: Da müssen wir dagegenhalten. Mit einer Offensive in Prävention und Bildungsarbeit“, so Fleischanderl.

Kritik an politischem Umgangston

Darüber hinaus sieht die SPÖ-Klubobfrau auch die Politik in der Verantwortung. Laut Fleischanderl hätten sich die Grenzen des Sagbaren in den vergangenen Jahren zunehmend verschoben – auch im Parlament.

„Worte haben Wirkung. Deshalb braucht es auch in der Politik Besinnung auf das, was zählt – eine wehrhafte Demokratie, die unser Land stark macht“, erklärt Fleischanderl in der Aussendung.

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