Ausschreitungen in Bologna: 64 Polizisten verletzt

Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni verurteilte die Gewalt scharf. Die Umstände des Todes des Marokkaners müssten mit größter Sorgfalt aufgeklärt und mögliche Verantwortlichkeiten konsequent untersucht werden, sagte sie in sozialen Medien. Nichts könne jedoch Gewalt gegen die Sicherheitskräfte rechtfertigen.
Meloni warnt vor Delegitimierung der Sicherheitskräfte
Wer den Vorfall als Vorwand genutzt habe, um die Stadt zu verwüsten, Polizisten anzugreifen und Gewalt zu verbreiten, habe nicht nach der Wahrheit gesucht, sondern die Konfrontation gewollt, so Meloni weiter. Sie warnte zudem vor einer pauschalen Delegitimierung der Sicherheitskräfte.
Die Polizei war am Sonntag in den Stadtteil Pilastro gerufen worden, nachdem Anrainer gemeldet hatten, der aus Marokko stammende Mann habe sich aggressiv verhalten. Er starb laut Berichten von Augenzeugen, nachdem sich zwei Polizisten längere Zeit auf ihn gesetzt hatten, während er am Boden lag. Die Beamten setzten eigenen Angaben zufolge Pfefferspray ein und fixierten den Mann mit Handschellen beziehungsweise Kabelbindern an den Handgelenken. Kurz darauf habe der Festgehaltene aber einen medizinischen Notfall erlitten und sei trotz des Eingreifens des Rettungsdienstes gestorben.
Die Familie des Verstorbenen erhebt schwere Vorwürfe gegen die Polizei. Seine Schwester erklärte, ihr Bruder sei misshandelt worden, und forderte Aufklärung. Sie sprach von einem gewaltsamen Vorgehen der Beamten. Auch ein Augenzeuge berichtete, der Mann habe während des Einsatzes wiederholt um Hilfe gerufen.
APA/UT24Â






