Erinnerung an Stauffenberg: „Mut, Gewissen und Verantwortung für das Vaterland“

Attentat vom 20. Juli 1944
Mit dem Attentat vom 20. Juli 1944 versuchten Stauffenberg und seine Mitstreiter, die NS-Diktatur zu beenden und Deutschland vor weiterem Leid zu bewahren. Der Umsturzversuch scheiterte; die Beteiligten bezahlten ihren Einsatz mit dem Leben. Bis heute gilt der 20. Juli als Symbol des Gewissens und der persönlichen Verantwortung.
Wechselberger: „Wahres Verantwortungsbewusstsein verlangt, Unrecht zu erkennen“
AHBT-Obmann Luis Wechselberger erklärt: „Claus Schenk Graf von Stauffenberg steht für den Mut, aus Gewissensgründen Verantwortung zu übernehmen. Sein Handeln zeigt, dass die Liebe zur Heimat und zum eigenen Volk niemals mit der Unterstützung eines Unrechtsstaates verwechselt werden darf. Wahres Verantwortungsbewusstsein verlangt, Unrecht zu erkennen und ihm entgegenzutreten.“ Der Andreas-Hofer-Bund für Tirol würdigt den Einsatz jener Menschen, die unter Einsatz ihres Lebens Widerstand gegen die Willkürherrschaft leisteten.
„Gerade in einer Zeit wachsender gesellschaftlicher Spannungen braucht es in Europa Menschen, die sich friedlich, demokratisch und verantwortungsbewusst für Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und die Würde des Menschen einsetzen. Das Vermächtnis Stauffenbergs mahnt uns, die Verantwortung nicht auf andere abzuwälzen.“
Gewissen, Integrität und Vaterlandsliebe vereinbar
Für den Andreas-Hofer-Bund sei Stauffenberg ein Beispiel dafür, dass Gewissen, persönliche Integrität und Vaterlandsliebe miteinander vereinbar seien.
„Unsere Aufgabe besteht heute darin, demokratische Rechte, Meinungsfreiheit und den Frieden mit rechtsstaatlichen Mitteln zu verteidigen. Gewalt darf niemals Mittel der politischen Auseinandersetzung sein. Das Vermächtnis des 20. Juli ist die Verpflichtung zu Verantwortung, Freiheit und Frieden.“
Erinnerung an alle Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft
Der Bund erinnert zugleich an alle Opfer von Krieg, Gewaltherrschaft und politischer Verfolgung und ruft dazu auf, sich für ein friedliches Europa der Völker und Regionen einzusetzen.
„Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! Dieses Zitat von Papst Leo XII., das ursprünglich dem Schriftsteller Bertolt Brecht zugeschrieben wird, kann auch für Tirol gelten. Politische Parteien und Systemmedien schreiben die Teilung Tirols fort. Eine Wiedervereinigung der beiden Tiroler Landesteile ist nur auf Basis rechtsstaatlicher und friedlicher Mittel denk- und umsetzbar“, betont Wechselberger.
Bezug zu Andreas Hofer und den 1960er-Jahren
Die Haltung des Bundes hat keinen Einfluss auf die Vorbildwirkung von Männern wie Claus Schenk von Stauffenberg oder gegenüber unseren Tiroler Freiheitskämpfern um Andreas Hofer oder jenen selbstlosen Helden der 1960er-Jahre. Wir, alle Tiroler, Deutsche, Österreicher und Europäer, müssen uns wappnen, um die Kriegshetze und Kriegsgelüste – auch der eigenen Regierungen – zurückzudrängen.
Kritik an Führungen in Berlin, Rom, Wien und Brüssel
Demokratie, Meinungsfreiheit, Bürger- und Grundrechte sind heute nicht von politischen Parteien, sondern durch unsere Führungen in Berlin, Rom, Wien und Brüssel gefährdet. Wir wollen den Dialog und den Frieden mit allen Staaten und Völkern; hierzu gehören Russland und der Iran ebenso, wie das palästinensische Volk!
„Wir Bürger müssen wachsam sein und notfalls auch bereit sein, wie im Falle von Stauffenberg – im Einklang mit dem Gewissen und großen Gottvertrauen – die Freiheit, die Würde und die Einheit unserer Heimat zu verteidigen, wenn es sein muss, mit unserem eigenen Leben“, schließt Wechselberger.






