von ih 15.07.2026 15:45 Uhr

Hitze am Arbeitsplatz: Land zieht erste Bilanz zu Schutzmaßnahmen

Die anhaltenden Hitzeperioden stellen Betriebe und Beschäftigte zunehmend vor Herausforderungen. Um die bisherigen Maßnahmen zum Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu bewerten und das weitere Vorgehen festzulegen, hat Arbeitslandesrätin Magdalena Amhof für kommende Woche eine Sitzung des Landeskoordinierungskomitees für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz einberufen.

APA/AFP

Bereits Anfang Juni hatte das Gremium gemeinsam mit dem Arbeitsinspektorat, dem betrieblichen Dienst für Arbeitsmedizin, den Sozialpartnern und weiteren Institutionen Präventions- und Kontrollmaßnahmen gegen die Belastung durch hohe Temperaturen abgestimmt. Seither finden verstärkte Kontrollen auf Baustellen und in Betrieben mit erhöhter Hitzebelastung statt. Dabei wird überprüft, ob die gesetzlich vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen umgesetzt werden.

In der kommenden Sitzung sollen nun erste Erfahrungen ausgewertet und mögliche Verbesserungen diskutiert werden. Ziel sei es, die Maßnahmen gemeinsam mit allen beteiligten Stellen laufend weiterzuentwickeln und langfristig wirksame Lösungen für den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz zu schaffen, betont Amhof.

Keine zusätzlichen Arbeitsgruppen

Kritisch äußerte sich die Landesrätin zu Forderungen nach zusätzlichen Sonder-Arbeitsgruppen. Das bestehende Landeskoordinierungskomitee sei das gesetzlich vorgesehene Gremium für die Abstimmung aller Präventionsmaßnahmen im Bereich Arbeitssicherheit. Ein weiterer Arbeitstisch würde lediglich bereits geführte Diskussionen wiederholen.

Dem Koordinierungskomitee gehören unter anderem das Arbeitsinspektorat, der betriebliche Dienst für Arbeitsmedizin des Südtiroler Sanitätsbetriebes, die Unfallversicherungsanstalt INAIL, Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften sowie weitere zuständige Institutionen an.

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