Süd-Tiroler Freiheit wirft SVP „Kuhhandel“ vor

Konkret sieht der Vorschlag vor, die Gemeinden Tramin, Kurtatsch, Margreid, Kaltern und Eppan aus dem Senatswahlkreis Bozen-Unterland herauszulösen und dem Wahlkreis Meran zuzuordnen. Aldein soll künftig dem Wahlkreis Brixen angehören. Im Wahlkreis Bozen-Unterland würden damit nur noch die teilweise italienischsprachigen Gemeinden zwischen Salurn und Leifers verbleiben.
Die Süd-Tiroler Freiheit sieht darin den Versuch, die politischen Mehrheitsverhältnisse zugunsten der italienischen Parteien zu verändern. Gleichzeitig wirft sie der SVP vor, den Plänen im Gegenzug für eine Senkung der Hürden bei der Wahl zur Abgeordnetenkammer zuzustimmen, um die eigenen Chancen auf Parlamentssitze zu verbessern.
Erneut ein Kniefall vor UrzÃ
„Das ist der x-te Kniefall vor Urzì und beweist einmal mehr, dass es der SVP nicht um Südtirol, sondern nur um den eigenen Machterhalt geht“, erklärt Stefan Zelger von der Bezirksgruppe Unterland/Überetsch.
Zelger kritisiert zudem die geplante territoriale Neuordnung. Gemeinden wie Margreid, Kurtatsch oder Tramin hätten seiner Ansicht nach kaum Gemeinsamkeiten mit Orten wie Ulten, Mals oder dem Schnalstal. Ebenso sei eine Zuordnung Aldeins zum Wahlkreis Brixen aus regionaler Sicht nicht nachvollziehbar. Die Interessen des Unterlandes würden dadurch erneut geopfert.
Darüber hinaus zieht die Süd-Tiroler Freiheit historische Parallelen. Es sei „ein historischer Hohn“, dass das Unterland – ähnlich wie bei der Verwaltungsreform von 1927 während der Faschismuszeit – erneut künstlich zerschnitten werde, um eine italienische Mehrheit zu begünstigen, so Zelger.
SVP-Mitglieder sollten Entwicklung kritisch hinterfragen
Die STF fordert insbesondere die SVP-Mitglieder im Unterland auf, die Entwicklung kritisch zu hinterfragen. Vor allem dem parteiinternen Forum Heimat müsse bewusst werden, dass Anliegen zum Schutz der Heimat innerhalb der SVP keine Zukunft hätten, heißt es abschließend.






