Nacht im Sturm am Großglockner

Die beiden, ein 32-jähriger Mann und eine 27-jährige Frau, sind am Sonntagmorgen im Gemeindegebiet von Kals über den „Stüdlgrat“ in Richtung Großglockner aufgestiegen. Am frühen Nachmittag erreichten sie das sogenannte „Frühstücksplatzl“ auf 3.550 Metern. Dann verschlechterte sich das Wetter: Wind und Schneefall setzten ein, und die beiden kamen nur noch schleppend voran. Als die Dunkelheit einbrach, errichteten sie auf rund 3700 Metern ein Notbiwak und harrten dort bei Wind- und Schneesturm die ganze Nacht aus.
Erst am Montagmorgen (6. Juli) setzte der Mann gegen 7.45 Uhr über sein Handy einen Notruf ab. Weil eine Hubschrauberbergung wegen des Wetters nicht möglich war, stiegen zwei Bergretter der Bergrettung Kals zu den erschöpften Alpinisten auf. Sie versorgten die beiden mit Wärme, sodass diese in Begleitung der Retter selbstständig über den Normalweg zur Erzherzog-Johann-Hütte absteigen konnten.
Im Einsatz standen waren Bergretter der Bergrettung Kals sowie ein Alpinpolizist und der Polizeihubschrauber Libelle Tirol.






