von ih 06.07.2026 07:45 Uhr

Südtirols Weltläden setzen auf Wissen und Engagement

272 Freiwillige leisten jährlich mehr als 36.000 ehrenamtliche Stunden in den 13 Südtiroler Weltläden. Seit 46 Jahren setzen sich die Fachgeschäfte für Fairen Handel ein und informieren über die Herkunft von Produkten, faire Handelsbeziehungen sowie soziale und ökologische Standards.

Foto: Südtiroler Weltläden

Um ihr Wissen zu vertiefen, trafen sich kürzlich mehr als 60 Freiwillige und Mitarbeiter aller Weltläden zur zweitägigen Fair Trade Academy auf Schloss Goldrain. Auf dem Programm standen Vorträge und Workshops zu Produzentenorganisationen, Produktwissen, Warenpräsentation, rechtssicherer Kennzeichnung und Social Media.

„Wer im Weltladen arbeitet, verkauft nicht einfach Waren. Jedes Produkt erzählt eine Geschichte von fairen Preisen und Respekt entlang der gesamten Lieferkette“, betonte Rudi Dalvai, Mitbegründer von Altromercato und Vorsitzender des Weltladens Bozen.

Ein Laden, der ein Verein ist

Die Weltläden werden als Vereine oder Sozialgenossenschaften geführt und verfolgen keine Gewinnmaximierung. Überschüsse fließen in Bildungsarbeit und die Weiterentwicklung der Geschäfte. Möglich wird dieses Modell vor allem durch den Einsatz der zahlreichen Freiwilligen.

Zum Abschluss der Academy besuchten die Teilnehmer den Weltladen Latsch. Dort wurde deutlich, wie die einzelnen Weltläden eigene Schwerpunkte setzen und zugleich Teil eines starken landesweiten Netzwerks sind.

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