von ih 03.07.2026 14:41 Uhr

Brenner-Transit kostet über zwei Milliarden Euro

Der Heimatpflegeverband Südtirol fordert die rasche Einführung einer Umweltmaut auf der Brennerautobahn. Anlass ist eine aktuelle EUSALP-Studie, wonach die externen Kosten des Verkehrs auf der Brennerroute jährlich mehr als zwei Milliarden Euro betragen. Gemeint sind unter anderem Kosten durch CO₂-Ausstoß, Luftverschmutzung, Lärm, Staus und Unfälle, die derzeit von der Allgemeinheit getragen werden.

Foto: Markus Lobis

Laut Studie entfallen 96 Prozent dieser Kosten auf den Straßenverkehr. Mit rund 2,1 Milliarden Euro weist der Brenner die höchsten externen Verkehrskosten aller untersuchten Alpenkorridore auf. Als Grund wird der hohe Anteil des Güterverkehrs auf der Straße genannt: Während in der Schweiz der Großteil der Güter per Bahn transportiert wird, rollen am Brenner rund drei Viertel der Transporte über die Autobahn.

Der Heimatpflegeverband verlangt daher, die Möglichkeiten der EU-Wegekostenrichtlinie voll auszuschöpfen und eine verursachergerechte Umweltmaut einzuführen. Gleichzeitig sollen die Schiene gestärkt, die Lkw-Kontrollen auf der A22 ausgeweitet und das Dieselprivileg in Österreich abgeschafft werden. Ziel sei es, den Transitverkehr zu verringern und die Belastung für Bevölkerung und Umwelt zu reduzieren.

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