20 Jahre „Mit Bäuerinnen lernen wachsen leben“

Gegründet wurde die Genossenschaft 2006 auf Initiative des Landesbäuerinnenrates und der damaligen Landesbäuerin Maria Hochgruber Kuenzer. Ziel war es, Frauen stärker am wirtschaftlichen und sozialen Leben teilhaben zu lassen. Zunächst stand die Betreuung von Kleinkindern durch ausgebildete Tagesmütter im Mittelpunkt. Seit 2019 ergänzt das Angebot mit Alltagsbegleiterinnen auch die Betreuung von Senioren und Menschen mit Unterstützungsbedarf.
Heute zählt die Sozialgenossenschaft 145 Tagesmütter, einen Tagesvater sowie zehn Alltagsbegleiterinnen. Während 2007 lediglich drei Tagesmütter insgesamt 1.747 Betreuungsstunden leisteten, betreuen inzwischen monatlich rund 750 Kinder. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 673.145 Betreuungsstunden erbracht.
Als wichtigen Meilenstein bezeichnet die Genossenschaft die Einführung eines neuen Kollektivvertrags im Jahr 2017. Dieser brachte den Tagesmüttern eine deutlich bessere soziale Absicherung mit höheren Rentenbeiträgen sowie verbesserten Leistungen bei Krankheit, Mutterschaft und Unfall.
Auch für die Zukunft hat sich die Genossenschaft viel vorgenommen. Im Herbst beginnen neue Ausbildungslehrgänge für Tagesmütter in Kortsch sowie für Alltagsbegleiterinnen an der Landesfachschule für Soziales „Hannah“. Darüber hinaus sind weitere Projekte zur Verbesserung der bestehenden Angebote sowie neue Initiativen im Bereich der sozialen Landwirtschaft geplant.
Präsidentin Maria Hochgruber Kuenzer sieht die Genossenschaft als Beispiel dafür, wie gemeinschaftliches Handeln und Eigenverantwortung nachhaltige soziale Strukturen schaffen können. Anlässlich des Internationalen Tages der Genossenschaften steht dieser Gedanke heuer unter dem weltweiten Motto „Genossenschaft für eine friedliche Welt“.






