SVP will Hass im Netz bekämpfen

Hintergrund des SVP-Vorstoßes seien zunehmende Fälle von Hassbotschaften, Beleidigungen und diffamierenden Inhalten in sozialen Medien und auf Online-Plattformen. Besonders betroffen seien laut den Antragstellern angeblich junge Menschen und Frauen.
„Hass im Netz ist kein digitales Randphänomen. Er ist eine reale Form von Gewalt“, betonte Waltraud Deeg im Südtiroler Landtag. Ziel vieler Angriffe sei nicht der sachliche Austausch, sondern Einschüchterung und das Verstummen kritischer Stimmen.
Der Beschluss sieht eine ressortübergreifende Strategie gegen Hass im Netz vor. Geplant sind unter anderem der Ausbau von Medienkompetenzprogrammen an Schulen, Sensibilisierungskampagnen für Jugendliche, Eltern und Lehrer sowie die Stärkung von Beratungs- und Meldestellen. Auch psychologische Unterstützungsangebote sollen verbessert werden.
Waltraud Deeg verwies zudem auf die gesellschaftlichen Folgen digitaler Gewalt. Wer Menschen durch Hass zum Schweigen bringe, greife letztlich auch die Demokratie an. Besonders Jugendliche litten häufig unter den psychischen Auswirkungen von Anfeindungen im Internet.
Mit dem Beschluss möchte der Südtiroler Landtag nach Angaben der SVP ein Zeichen für mehr Prävention, Aufklärung und Unterstützung im Umgang mit Hass und Hetze im digitalen Raum.






