Tirol will Fahrradmitnahme in Bus und Bahn neu regeln

Ziel ist es, die Mitnahme von Fahrrädern im gesamten Verkehrsverbund Tirol einfacher, transparenter und einheitlicher zu gestalten. Insbesondere unterschiedliche Tarifmodelle und Mitnahmebestimmungen sollen überprüft und vereinheitlicht werden.
Unterschiedliche Regeln sorgen für Unsicherheit
Derzeit unterscheiden sich Tarife und Regelungen je nach Verkehrsmittel und Anbieter teilweise deutlich. Das führe laut den Antragstellern zu Unsicherheiten bei Fahrgästen. Ein transparentes und leicht verständliches System solle die Nutzung von Bus und Bahn in Kombination mit dem Fahrrad attraktiver machen.
Auch klare und einheitliche Mitnahmebedingungen, ausreichende Kapazitäten sowie praktikable Lösungen für Fahrradheckträger oder Anhänger sollen künftig Teil der neuen Strategie sein.
Entlastung für Personal und bessere Planung
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entlastung von Fahrerinnen und Fahrern. Gerade in der Hauptsaison oder auf stark frequentierten Linien komme es durch das Verladen von Fahrrädern häufig zu Verzögerungen. Künftig sollen daher auch betriebliche Abläufe stärker berücksichtigt werden – etwa durch ausreichende Verladezeiten im Fahrplan oder die Prüfung zusätzlicher Maßnahmen wie Fahrradhaltestellen oder zeitliche Einschränkungen in Spitzenzeiten.
Ausbau der Rad-Infrastruktur geplant
Darüber hinaus sieht der Beschluss einen weiteren Ausbau der Infrastruktur vor. Dazu zählen zusätzliche Radwege, moderne Abstellanlagen sowie ergänzende Angebote wie Bike-Sharing-Systeme. Ziel sei eine bessere Verknüpfung der Verkehrsmittel im Sinne einer intermodalen, klimafreundlichen Mobilität.
Breite Einbindung verschiedener Partner
Bei der Erarbeitung der neuen Strategie sollen Verkehrsunternehmen, Interessensvertretungen, Tourismusorganisationen sowie weitere betroffene Partner eingebunden werden. Der Landtagsbeschluss versteht sich als Signal für einen modernen öffentlichen Verkehr und eine bessere Kombination von Bus, Bahn und Fahrrad, von der Pendler, Familien, Freizeitsportler und Gäste in Tirol profitieren sollen.
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