von lif 30.06.2026 08:26 Uhr

8,5 Mal zum Mond: Roten Kreuzes zieht Bilanz

Mehr als 381.000 versorgte Patienten, über 346.000 Einsätze und eine Fahrleistung, die fast neun Reisen zum Mond entspricht: Das Rote Kreuz Tirol hat für das Jahr 2025 eine eindrucksvolle Bilanz gezogen.

Die Mitarbeiter der Krisenintervention sind ehrenamtlich tätig und betreuen Menschen in belastenden Situationen. (Foto: Stolz)

Ein besonders anschaulicher Vergleich stammt aus der Raumfahrt: Während eine vielbeachtete Mondmission im April 2026 rund 1,2 Millionen Kilometer zurücklegte, waren allein die Einsatzfahrzeuge des Rettungsdienstes 2025 rund 10,23 Millionen Kilometer unterwegs – das 8,5-Fache dieser Mondreise. „Hinter jedem gefahrenen Kilometer steckt ein Mensch, der Hilfe braucht, und Menschen, die bereit sind zu helfen“, betont Präsident Günther EnnemoserGrößtes Leistungsfeld bleibt der Rettungsdienst. 2025 wurden 381.502 Patienten versorgt, dazu kamen 346.957 Rettungs- und Sanitätseinsätze sowie über 21.000 Notarzteinsätze. Auffällig: Die Zahl der Einsätze in der Notfallrettung stieg gegenüber 2024 um rund 7.000, während die Sanitätseinsätze leicht zurückgingen. Erbracht werden diese Leistungen von 55 Rettungsdienststandorten und 13 Notarztstützpunkten.

Ein wichtiger Meilenstein war die vollständige Umstellung der Einsatzbekleidung: Alle Mitarbeiter im Rettungsdienst tragen nun tagesleuchtgelbe Uniformen, die ihre Sichtbarkeit und Sicherheit im Straßenverkehr verbessern.

Auch abseits der klassischen Einsätze ist das Rote Kreuz aktiv. Die Krisenintervention betreute 2025 fast 2.600 Betroffene und Angehörige. In rund 1.600 Erste-Hilfe-Kursen erlernten zudem über 20.000 Menschen lebensrettende Sofortmaßnahmen.

Getragen wird all das vor allem von den Menschen dahinter: Rund 7.000 Freiwillige engagieren sich beim Roten Kreuz Tirol, dazu kommen 1.100 hauptamtliche Mitarbeiter, rund 500 Zivildienstleistende sowie Kräfte im Freiwilligen Sozialjahr. „Die Freiwilligkeit bleibt ein Herzstück unserer Organisation“, so Ennemoser.

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