Mehr Menschen dürfen jetzt Blut spenden

„Die Änderungen basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und gewährleisten weiterhin höchste Sicherheitsstandards“, erklärt Manfred Gaber, Leiter des Blutspendedienstes beim Roten Kreuz Tirol. Eine wesentliche Neuerung betrifft Menschen, die sich zwischen 1980 und 1996 länger als sechs Monate in Großbritannien oder Nordirland aufgehalten oder dort Blutprodukte erhalten haben. Sie waren bislang wegen einer möglichen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung dauerhaft ausgeschlossen. Diese Regelung wurde nun aufgehoben.
Auch mehrere Rückstellfristen wurden verkürzt:
- Zeckenbiss: Statt acht Wochen ist die Spende nun nach vier Wochen möglich, sofern keine Beschwerden oder Hautrötungen aufgetreten sind.
- Zahnwurzelbehandlung: Statt einem Monat reicht nun eine Woche, wenn die Wunde problemlos verheilt ist.
- Gewöhnliche Infekte wie Mandel-, Bronchien- oder Blasenentzündung: Nach abgeschlossener Erkrankung und Antibiotikabehandlung kann man künftig zwei statt vier Wochen nach der Genesung wieder spenden.
Kein Hindernis ist laut Gaber die aktuelle Hitze: „Nach einem angenehmen Tag am See oder in den Bergen lässt sich die Blutspende ganz einfach am Weg nach Hause mitnehmen.“ Wichtig seien ausreichend Trinken und ein paar Minuten Ruhe nach der Spende.
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