Team K will Südtirol Pass früher gewähren

Nach Ansicht der Partei von Paul Köllensperger schließt die aktuelle Regelung viele Menschen aus, die trotz erheblicher gesundheitlicher Einschränkungen keinen Anspruch auf den kostenlosen Fahrausweis haben. Betroffen seien unter anderem Menschen mit chronischen neurologischen Erkrankungen, schweren psychischen Leiden, mehreren Erkrankungen gleichzeitig oder dauerhaften Folgen einer Krebserkrankung.
„Invalidität beginnt nicht erst bei 74 Prozent. Wer einen anerkannten Invaliditätsgrad von 60 Prozent hat, lebt bereits mit erheblichen Einschränkungen, regelmäßigen Therapien und einer deutlich reduzierten Belastbarkeit“, erklärt Team-K-Landtagsabgeordneter Alex Ploner. Gerade diese Menschen seien häufig auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen, würden von der derzeitigen Regelung jedoch nicht erfasst.
Der Vorschlag orientiere sich laut Team K an medizinischen und sozialen Gegebenheiten. Bereits ab einem Invaliditätsgrad von rund 60 Prozent steige der Bedarf an medizinischer Versorgung deutlich, während die selbstständige Mobilität oftmals eingeschränkt sei. Viele Betroffene könnten nicht mehr selbst Auto fahren oder seien regelmäßig auf Fahrten zu Arzt- und Therapieterminen angewiesen.
Mit der geplanten Absenkung wolle das Team K ein Zeichen für mehr soziale Teilhabe setzen. Mobilität sei eine grundlegende Voraussetzung für Selbstständigkeit und gesellschaftliche Teilhabe und dürfe nicht erst dann unterstützt werden, wenn gesundheitliche Einschränkungen ein besonders hohes Ausmaß erreicht hätten.
Auch die finanziellen Auswirkungen stuft die Bewegung als überschaubar ein. Da der Südtirol Pass free bereits bestehe, würde eine Ausweitung des Anspruchs nur geringe Mehrkosten verursachen. Dem stünden laut Team K positive Effekte wie weniger soziale Isolation, eine bessere Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sowie langfristig geringere Kosten im Sozial- und Gesundheitswesen gegenüber.
Mit der Senkung der Invaliditätsschwelle auf 60 Prozent will das Team K nach eigenen Angaben einen Schritt hin zu einer inklusiveren und sozialeren Mobilitätspolitik in Südtirol setzen.






