Mehr Sicherheit für Wanderer: Neues Tool macht Risiken am Berg sichtbar

Die Karte arbeitet mit vier Farbstufen von Grün bis Rot. Grün steht für geringe Absturzgefahr, während Rot besonders ausgesetzte Passagen markiert, an denen ein Absturz lebensgefährlich sein kann. Zusätzlich werden potenzielle unmittelbare Absturzbereiche mit einer pinken Markierung hervorgehoben. Die Anwendung ist frei zugänglich und kann in Apps, Webseiten und Tourenportale integriert werden.
Vorgestellt wurden die Ergebnisse zum Abschluss der zweieinhalbjährigen Projektlaufzeit am 25. Juni auf der Seegrube oberhalb von Innsbruck. Mit dabei waren die Tiroler Landeshauptmannstellvertreter Philip Wohlgemuth und Josef Geisler gemeinsam mit Fachleuten. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 700.000 Euro, wobei 90 Prozent durch EU-Mittel im Rahmen von Interreg-Förderungen finanziert wurden.
Vergleich unterschiedlicher Wegeklassifikationen
Ein weiterer zentraler Bestandteil des Projekts ist ein digitales Vergleichstool für Wanderwege. Hintergrund ist, dass die Einstufungen in den Alpenregionen unterschiedlich sind: Was in Tirol als „rot“ gilt, kann im Trentino als „E“ klassifiziert sein. Auch in der Schweiz bestehen mehrere Systeme mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen. Für Wandernde kann dies zu Missverständnissen führen und im schlimmsten Fall zu Fehleinschätzungen einer Tour.
Das Digiway-Tool analysiert erstmals systematisch die verschiedenen Wegeklassifikationen in der Euregio und darüber hinaus. Es stellt die Ergebnisse auf Deutsch, Italienisch und Englisch dar und kann in externe Webseiten eingebunden werden.
Bündelung und Öffnung von Wegedaten
Ein weiterer Baustein des Projekts ist die Zusammenführung amtlicher Wegedaten aus Tirol, Südtirol und Welschtirol. Eine eigens entwickelte Software harmonisiert die unterschiedlichen Datensätze automatisch. Die Daten werden öffentlich über den Open Data Hub des NOI Techpark bereitgestellt und stehen kostenlos zur Verfügung.
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