Motocross-Piste vor Umbruch: Verbrenner drastisch eingeschränkt

Verbrenner nur noch zu bestimmten Zeiten
Kernpunkt der neuen Ausschreibung ist die stärkere Nutzung von Elektromotorrädern. Ab 2027 soll der Sonntag auf der Motocross-Piste ausschließlich Elektrofahrzeugen vorbehalten sein. Verbrennungsmotoren werden deutlich eingeschränkt.
Künftig dürfen Motocross-Motorräder mit Verbrennungsmotor neben dem Samstag nur noch mittwochs von 13 bis 17 Uhr auf die Strecke. Diese Nutzung ist zudem ausschließlich Fahrern mit gültiger Trainings- oder Rennlizenz vorbehalten. An den übrigen Werktagen – Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag – sollen ausschließlich Elektro-Motorräder fahren.
Landesrat Daniel Alfreider spricht von einem wichtigen Schritt: „Durch die nächste Ausschreibung wollen wir ab 2027 den Lärm stark reduzieren.“ Gleichzeitig solle der Motorsport weiterhin möglich bleiben.
Langfristig vollständiger Umstieg auf E-Motocross möglich
Geplant ist zunächst eine rund dreijährige Übergangsphase. Funktioniert das Konzept wie vorgesehen, könnte die Anlage in einigen Jahren vollständig auf E-Motocross umgestellt werden.
Auch bei den technischen Vorgaben wird nachgeschärft. Die maximale Lärmgrenze bleibt vorerst bei 111 dB(A). Künftige gesetzliche Verschärfungen oder strengere Vorgaben des internationalen Motorradverbandes FIM sollen jedoch automatisch übernommen werden.
Die bestehende Mittagsruhe von 12 bis 13 Uhr für Verbrennungsmotoren bleibt weiterhin bestehen.
Pfattens Bürgermeister Elmar Oberhofer sieht in der Einigung eine spürbare Verbesserung für die Bevölkerung. Zwar sei die von manchen geforderte Schließung der Piste nicht erreicht worden, die neuen Rahmenbedingungen würden die Belastung für die Anwohner aber deutlich reduzieren.
Das Land Südtirol will den Ausbau der Elektromobilität im Motocross-Sport weiter vorantreiben. Ziel sei es, sportliche Nutzung und den Schutz der Anwohner bestmöglich miteinander zu verbinden.






