Südtiroler Grüne drängen auf Basispsychologen

Auch Südtirol ist von dieser Entwicklung stark betroffen. Hier werden mehr als 327 Personen pro 10.000 Einwohner von psychiatrischen Diensten betreut. Das entspricht nahezu dem Doppelten des italienweiten Durchschnitts und unterstreicht den wachsenden Bedarf an Prävention sowie an einer niederschwelligen psychologischen Versorgung.
Vor diesem Hintergrund erneuern die Grünen ihre Forderung nach der Einführung von Basispsychologen in Südtirol. Die Landtagsabgeordneten haben dazu einen Gesetzentwurf eingebracht, der einen einfachen und kostenlosen Zugang zu einer ersten psychologischen Anlaufstelle schaffen soll.
„Genau deshalb haben wir einen Gesetzentwurf eingebracht, um die Basispsychologie in Südtirol einzuführen. Unser Ziel ist es, einen einfachen und kostenlosen Zugang zu einer ersten psychologischen Anlaufstelle zu gewährleisten, die in die wohnortnahe Gesundheitsversorgung integriert ist“, erklärt Zeno Oberkofler.
Er ergänzt: „So wie jede Bürgerin und jeder Bürger sich an die Hausärztin oder den Hausarzt wenden kann, sollte auch der Zugang zu einer Basispsychologin oder einem Basispsychologen selbstverständlich sein. Frühzeitige Unterstützung verhindert eine Verschärfung von Problemen und entlastet zugleich die spezialisierten Dienste, die bereits heute unter Personalmangel leiden.“
Nach Ansicht der Südtiroler Grünen bestätigen auch die Ergebnisse der Fachkonferenz in Rom die Notwendigkeit eines stärkeren Ausbaus der psychischen Gesundheitsversorgung. „Die Forderungen der Experten auf der Konferenz sind eindeutig: Es braucht mehr Investitionen in die psychische Gesundheit und in die Prävention. Genau das verfolgen wir mit der Einführung der Basispsychologie. Psychische Gesundheit muss zu einem festen Bestandteil des öffentlichen Gesundheitswesens werden und als Recht allen Menschen zugänglich sein, unabhängig von ihrem Einkommen“, betonen die grünen Landtagsabgeordneten Zeno Oberkofler, Brigitte Foppa und Madeleine Rohrer.
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