Florian Stumfall

23.06.2026

Radwege in Peru, Pleite in Deutschland?

In Berlin fand es dieser Tage eine Pressekonferenz statt, gegeben von den Präsidenten der drei kommunalen Spitzenverbände Deutschlands, nämlich der Kreistage, der Städtetage und der Gemeindetage. Unabhängig von der parteipolitischen Zugehörigkeit der drei Herren einte sie ein großes Anliegen: Die Kommunen sind finanziell am Ende. Das Defizit beträgt heute und in der absehbaren Zukunft rund 30 Milliarden Euro jährlich. Die Konferenz übrigens war sehr schlecht besucht, die Sache hat kaum jemanden interessiert.

Während Deutschlands Kommunen um jeden Euro kämpfen, finanziert der Staat Projekte rund um den Globus (Symbolbild von gerardo auf Pixabay).

Berlin bestellt, die Kommunen zahlen

Nun könnte man sagen: schlecht gewirtschaftet, selber schuld, aber das stimmt nicht. Tatsächlich trifft die Regierung in Berlin zahlreiche Entscheidungen, deren Ausführung und damit Finanzierung sie dann den kommunalen Gebietskörperschaften aufbürdet. Die entscheidende Größenordnung ist die unkontrollierte Zuwanderung in die deutschen Sozialsysteme. Seit der hemmungslosen Grenzöffnung durch die damalige Kanzlerin Merkel im Jahre 2015 steigt die Zahl der Ausländer, die sich vom deutschen Steuerzahler aushalten lassen, ständig an.

In den Städten und Gemeinden bleiben, weil das alles nun zu teuer ist, Schwimmbäder und Bibliotheken geschlossen, Schulen werden baufällig und Straßen haben Löcher wie ein Emmentaler Käse.

30 Milliarden für die Welt

Was aber die rund 30 Milliarden Defizit angeht, so muss man wissen, dass dies ziemlich genau der Summe entspricht, die Deutschland jährlich in alle Welt überweist, als Entwicklungshilfe, mehr als sonst ein Staat auf der Welt. Damit werden Radlwege in Peru finanziert und biologisch korrekte Komposthaufen im westafrikanischen Togo.

Diese menschliche Großtat erweckt dann beim deutschen Steuerzahler ein erhebendes Gefühl beglückender Selbstlosigkeit.

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