von mmh 22.06.2026 13:17 Uhr

Warnstufe Rot: Hitzewelle hat Südtirol fest im Griff

Die anhaltende Hitzewelle in Südtirol verschärft sich weiter: Das Landeswarnzentrum hat für den Raum Bozen, das Überetsch und das Unterland die höchste Hitzewarnstufe Rot ausgerufen. Grund dafür sind anhaltend hohe Temperaturen von bis zu 36 Grad sowie Tropennächte, in denen die Temperaturen nicht mehr unter 20 Grad sinken. Ein Ende der Hitzewelle ist derzeit nicht in Sicht.

APA/dpa

Laut Meteorologe Dieter Peterlin vom Landesamt für Meteorologie und Lawinenwarnung werden im Raum Bozen, im Überetsch und im Unterland Höchstwerte zwischen 35 und 36 Grad Celsius erreicht. In den höher gelegenen Tälern liegen die Temperaturen bei rund 30 Grad. Besonders belastend seien die warmen Nächte im Raum Bozen, wo die Temperaturen um die 20 Grad bleiben. Richtung Wochenende könnte es sogar noch etwas heißer werden. Gleichzeitig nimmt die Wahrscheinlichkeit für Gewitter im Laufe der Woche etwas ab.

Höchste Warnstufe wegen Gesundheitsrisiko

Wie der Direktor des Landeswarnzentrums, Willigis Gallmetzer, erklärt, werden Hitzewarnungen dann ausgegeben, wenn hohe Temperaturen über längere Zeit anhalten und eine ausreichende nächtliche Abkühlung ausbleibt. Die Warnstufe Rot bedeutet ein hohes Gefährdungspotenzial für die Gesundheit.

Neben älteren Menschen, Kindern und chronisch Kranken sei bei dieser Intensität der Hitzewelle die gesamte Bevölkerung einem erhöhten Risiko für Kreislaufprobleme und Hitzeschläge ausgesetzt. Das Land ruft deshalb dazu auf, sich über die Gefahren zu informieren und entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen – sowohl im Tal als auch bei Aufenthalten in den Bergen.

Zusätzlich weist das Landeswarnzentrum darauf hin, dass im Vinschgau derzeit eine erhöhte Waldbrandgefahr besteht. Dort gilt die Warnstufe Gelb.

  • Wegen der anhaltend hohen Temperaturen wurde für einige Teile Südtirols die Warnstufe auf Rot (Gefährdungspotential hoch) angehoben. (Quelle: Warnlagebericht des Landeswarnzentrums in der Agentur für Bevölkerungsschutz)

So schützt man sich bei extremer Hitze

Die Landesnotrufzentrale empfiehlt, täglich zwei bis drei Liter Wasser oder andere ungezuckerte Getränke zu trinken und leichte Mahlzeiten regelmäßig einzunehmen. Aufenthalte in der prallen Sonne während der heißesten Tageszeit sowie körperliche Anstrengungen sollten vermieden werden. Das gilt auch für Ausflüge in höhere Lagen, da dort die Sonneneinstrahlung besonders intensiv ist und das Risiko für Sonnenbrand und Hitzeschlag steigt.

Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte ausreichend Wasser mitführen. Wohnungen sollten tagsüber durch geschlossene Jalousien oder Rollläden vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt und in den Nacht- sowie frühen Morgenstunden gelüftet werden.

Bereits Anfang Juni hat das Landeswarnzentrum eine Informationskampagne zum richtigen Verhalten bei Hitze gestartet. Zudem informiert der täglich veröffentlichte Warnlagebericht über das Gefährdungspotenzial von Naturereignissen in Südtirol.

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