Giftanschlag auf Wildtiere? Ermittlungen nehmen neue Wendung

Durchgeführt wurden die Genanalysen des Mageninhalts der Gänsegeier vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI). WWF-Expertin Christina Wolf-Petre: „Rotwild zählt zur Hauptbeute von Wölfen, die wiederholt Ziel von Vergiftungen gewesen sind. Daher liegt der Verdacht nahe, dass auch im Lesachtal Wölfe getroffen werden sollten.“ Ein gezielter Anschlag auf Geier sei zwar nicht auszuschließen, aber vieles deute darauf hin, dass sie in diesem Fall zum Kollateralschaden wurden, so Johannes Hohenegger, Greifvogelexperte bei BirdLife Österreich.
Anfang Juni wurde bekannt, dass ab Mitte April innerhalb weniger Wochen sechs Gänsegeier im Lesachtal in Kärnten und Osttirol am Pestizid Carbofuran gestorben sind. Ein weiterer betroffener Geier wurde lebend entdeckt und wieder aufgepäppelt. Carbofuran ist in der EU seit längerer Zeit verboten. Der Fall sorgte auch in Italien für Aufregung. Einer der toten Gänsegeier und der, der überlebt hatte, waren beringt und konnten somit eindeutig der Kolonie des Naturschutzgebiets Cornino in der Region Friaul-Julisch Venetien zugeordnet werden. Dort geht man davon aus, dass alle betroffenen Tiere zu der friulanischen Kolonie gehörten.
apa






