„Sprachverhunzung hoch drei“: STF kritisiert Projektnamen des Landes

Das Pilotprojekt sieht vor, dass in der Sommersaison 2026 an stark besuchten Orten Personen im Einsatz sind, die Besucher für ein korrektes Verhalten in der Natur sensibilisieren sollen. Die Kritik der Süd-Tiroler Freiheit richtet sich dabei ausdrücklich nicht gegen die Tätigkeit selbst, sondern gegen die gewählte Bezeichnung.
Kritik an Sprachmischung und Begriffswahl
Für Sven Knoll stellt „Südtirol Alto Adige Ranger“ ein Beispiel für eine problematische Sprachmischung dar. Er kritisiert die Kombination des deutschen Landesnamens Südtirol mit dem italienischen Begriff „Alto Adige“ sowie dem englischen Wort „Ranger“. Zudem stößt sich die Bewegung an der Verwendung der Formulierung „Rangerinnen und Ranger“.
Nach Ansicht der Süd-Tiroler Freiheit sende eine solche Bezeichnung insbesondere in Südtirol eine politische und sprachliche Botschaft aus. Sprache sei eng mit Identität, Geschichte und Minderheitenschutz verbunden und dürfe daher nicht leichtfertig verwendet werden.
Anfrage zur Rolle von „Alto Adige“
Besonders kritisch sieht Knoll die zunehmende Verwendung des Begriffs „Alto Adige“ auch in deutschsprachigen Zusammenhängen. In seiner Anfrage verweist er auf die Entwicklungen im Zuge der Autonomiereform und sieht darin eine Ausweitung der italienischen Bezeichnung auf Bereiche, in denen bislang der Name Südtirol verwendet wurde.
Die Süd-Tiroler Freiheit argumentiert, dass dies nichts mit moderner Mehrsprachigkeit zu tun habe, sondern vielmehr Ausdruck einer problematischen sprachlichen Entwicklung sei.
Vorschlag: „Saltner“ statt „Ranger“
Als Alternative schlägt die Bewegung vor, auf den historischen Begriff „Saltner“ zurückzugreifen. Dieser bezeichnet traditionell einen Waldaufseher oder Flurhüter und habe historische Wurzeln in Tirol. Auch entsprechende italienische Bezeichnungen seien vorhanden.
Die Süd-Tiroler Freiheit fordert daher die Landesregierung auf, die Bezeichnung „Südtirol Alto Adige Ranger“ zurückzunehmen und stattdessen die Namen „Südtiroler Saltner“ beziehungsweise „Saltari Sudtirolesi“ zu verwenden.
Mit seiner Anfrage will Sven Knoll nun von der Landesregierung erfahren, welche Überlegungen hinter der aktuellen Bezeichnung stehen und ob eine Umbenennung des Projekts in Betracht gezogen wird.






