von lif 16.06.2026 06:47 Uhr

Mehr Gehalt für Lehrkräfte: Schulgewerkschaften unterzeichnen Teilvertrag

Für das Lehrpersonal an Südtirols staatlichen Schulen gibt es finanziell gute Nachrichten. Die Schulgewerkschaften haben einen Teilvertrag unterzeichnet, der spürbare Gehaltserhöhungen vorsieht.

Bild: APA/dpa

Konkret sind je nach Dienstalter strukturelle Bruttoerhöhungen zwischen 2.000 und 6.000 Euro vorgesehen und das, rückwirkend ab Januar 2026. Profitieren sollen auch Berufseinsteiger, denn ab September 2026 werden Berufsanfänger mit gültigem Studienabschluss auf Antrag sofort in die Landesdienstalterklasse drei eingestuft. Damit wird eine bereits im April erzielte Einigung konkretisiert. Dabei ging es um die Verwendung einer ersten Finanzierungstranche von über sechzig Millionen Euro.

Auszahlung dauert noch

Bis das Geld tatsächlich auf den Gehaltsabrechnungen landet, wird es allerdings noch etwas dauern, berichten die Gewerkschaften in einer Aussendung. Der Text muss zunächst die Prüfungen durch den Rechnungshof und das Bildungsministerium durchlaufen, endgültig unterzeichnet und im Amtsblatt der Region veröffentlicht werden.

Die Schulgewerkschaft GBW/FLC AGB/CGIL bewertet die Vereinbarung als interessanten Kompromiss. Zwischen der Anerkennung der Arbeit der Lehrkräfte und dem Ziel, den Beruf für junge Menschen attraktiver zu machen. Ganz ohne Sorgen blickt die Gewerkschaft aber nicht in die Zukunft. „Wir sind jedoch weiterhin besorgt über die allgemeine Lage“, so der Generalsekretär der Flc/Gbw, Stefano Barbacetto. „Wir hoffen, dass die internationale Situation und die Inflation die bisher geleistete Arbeit nicht zunichtemachen.“

Die Verhandlungen sollen demnächst weitergehen. Geplant sind zwei weitere, kleinere Finanzierungstranchen. Sie sollen einerseits der Annäherung an das Landespersonal dienen und andererseits neue Zulagen für besondere Funktionen oder Arbeitsbedingungen ermöglichen.

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