NEOS fordern klare Hochschulstrategie für Tirol

NEOS-Klubobfrau Birgit Obermüller sieht Tirol dabei schlecht vorbereitet. Wenn bundesweit über Effizienz, Standorte und Studienangebote diskutiert werde, dürfe Tirol nicht ohne klare Planung in die Zukunft gehen, betont sie.
Als starke Säulen des Hochschulstandorts Tirol bezeichnet Obermüller das Management Center Innsbruck (MCI), die FH Gesundheit und die FH Kufstein. Besonders das MCI habe sich mit innovativen Studiengängen, internationaler Ausrichtung und hohen Erfolgszahlen einen Namen gemacht. Kritik übt sie jedoch daran, dass die Einrichtung seit Jahren auf eine dauerhafte räumliche Lösung am Standort Innsbruck wartet. Dass dieses Problem von der Tiroler Politik bislang nicht gelöst worden sei, bezeichnet Obermüller als unverständlich.
Gleichzeitig beobachtet die Oppositionspartei mit Skepsis die Bestrebungen mehrerer Bezirksstädte, eigene Hochschulstandorte zu etablieren. Neben Projekten in Telfs und Kitzbühel verweist Obermüller auf die inzwischen gescheiterte geplante Ansiedlung der Sigmund Freud Universität in Wörgl. Zwar seien zusätzliche Studienplätze, etwa im medizinischen Bereich, grundsätzlich sinnvoll, doch müsse deren Umsetzung in ein übergeordnetes Konzept eingebettet sein. Fehlende klinische Ausbildungsplätze könnten nicht durch neue Standorte allein gelöst werden.
Auch die Entwicklung der UMIT Tirol wertet Obermüller als Warnsignal. Wenn Studierendenzahlen hinter den Erwartungen zurückbleiben, Studienangebote nicht ausreichend abgestimmt seien und nach einigen Jahren erneut umstrukturiert werden müsse, sei dies ein Hinweis auf mangelnde strategische Planung.
Die NEOS fordern daher von Wissenschafts- und Bildungslandesrätin Cornelia Hagele, eine landesweite Hochschulstrategie vorzulegen und diese mit der österreichweiten Hochschulplanung abzustimmen. Ziel müsse es sein, bestehende Standorte zu stärken und Doppelgleisigkeiten zu vermeiden. Tirol brauche profilierte und leistungsfähige Hochschulen statt unkoordinierter Einzelprojekte, so Obermüller.






