660 Meter Protest gegen 660 Meter Damm

Nach Ansicht der Initiative „Rettet das Platzertal“ würde durch das Projekt eines der letzten intakten Tiroler Hochgebirgstäler unwiederbringlich zerstört. Unterstützt wurde die Aktion unter anderem von den Bürgerinitiativen „Einzigartiges Platzertal“ und „Lebenswertes Kaunertal“, dem WWF, dem Österreichischen Alpenverein, den Omas gegen Rechts sowie weiteren Vereinen und Gruppen.
Die Protestierenden betonten, Tirol brauche zwar eine Energiewende, diese dürfe aber nicht auf Kosten intakter Naturräume erfolgen. Das Land habe bereits stark in die Wasserkraft investiert. Nun müssten andere Wege beschritten werden – etwa dezentrale Batteriespeicher, Solaranlagen, regionale Energiegemeinschaften, die Optimierung bestehender Kraftwerke, ein sparsamerer Umgang mit Energie sowie ein naturverträglicher Einstieg in die Windkraft.
„Nicht um diesen Preis“
„Ich stehe heute in einer 660 Meter langen Menschenkette, die veranschaulicht, in welch gigantischem Ausmaß und mit welcher brachialen Gewalt das unberührte Hochtal zerstört werden soll“, erklärte Teilnehmer Thomas Pale. Er sprach sich für eine zeitgemäße Energiewende aus. Die beste Umweltpolitik sei es, Schäden zu vermeiden, bevor sie entstehen. Das Platzertal müsse zum Schutz der Biodiversität, für den Klimaschutz und aus Verantwortung für kommende Generationen erhalten bleiben.
Auch Teilnehmerin Priska Heitzer warnte davor, Klimaschutz und Naturschutz gegeneinander auszuspielen. Die Klimakrise und die Biodiversitätskrise bedrohten gleichermaßen die Stabilität der Welt und das Leben der Menschen. „Wir brauchen intakte Natur“, so Heitzer.
Initiative gegen das Projekt
Die Initiative „Rettet das Platzertal“ versteht sich als lockerer Zusammenschluss von Bürgern, die sich für den Erhalt des Platzertals und eine naturverträgliche Energiewende einsetzen. Weitere Informationen stellt die Initiative auf ihrer Internetseite bereit.






