Junge Süd-Tiroler Freiheit: „Wir erinnern an die Feuernacht“

Aus Protest gegen die italienische Politik in Süd-Tirol sprengten Aktivisten des Befreiungsausschusses Südtirol (BAS) in jener Nacht rund 37 Strommasten. Ziel der Aktion war es nach Darstellung der Freiheitskämpfer nicht, Menschen zu verletzen, sondern die Stromversorgung norditalienischer Industriegebiete zu beeinträchtigen und die Aufmerksamkeit der internationalen Öffentlichkeit auf die Süd-Tirol-Frage zu lenken.
In der Folge reagierte der italienische Staat mit einem massiven Sicherheitsaufgebot. Zahlreiche Aktivisten wurden verhaftet. Immer wieder wird in diesem Zusammenhang auch auf Foltervorwürfe gegen italienische Sicherheitskräfte verwiesen.
Wendepunkt in der Süd-Tirol-Frage
Aus Sicht vieler Südtiroler markierte die Feuernacht einen entscheidenden Wendepunkt. Die Ereignisse rückten die Süd-Tirol-Frage verstärkt in den Fokus der internationalen Politik. In den darauffolgenden Jahren kam es zu Verhandlungen zwischen Österreich und Italien, die schließlich zur Weiterentwicklung der Südtirol-Autonomie beitrugen.
Die Junge Süd-Tiroler Freiheit sieht in den damaligen Freiheitskämpfern Menschen, die sich für Heimat, Kultur und Sprache eingesetzt haben.
„Wenn wir heute an die Feuernacht zurückdenken, erinnern wir uns an mutige Menschen, die alles für unsere Heimat, Volksgruppe, Kultur und Sprache riskiert haben. Sie waren keine Terroristen. Ohne ihre Opfer gäbe es das heutige Süd-Tirol nicht“, erklärt die Jugendorganisation.
Für die Junge Süd-Tiroler Freiheit bleibt die Feuernacht ein wichtiger Teil der Südtiroler Zeitgeschichte und ein Anlass, sich mit den historischen Entwicklungen des Landes auseinanderzusetzen.






