von ih 10.06.2026 19:18 Uhr

Neuer Leitfaden soll Kinder und Jugendliche besser schützen

Mit einem neuen Leitfaden zur Entwicklung von Schutzkonzepten wollen die Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste (AGJD), netz | Dachverband Offene Jugendarbeit und der Südtiroler Jugendring den Kinder- und Jugendschutz in Südtirol weiter stärken. Vorgestellt wurde das Dokument bei der Fachveranstaltung „Schutzkonzepte für die Jugendarbeit“ im Pfarrheim Bozen, an der mehr als 80 Vertreter von Jugendeinrichtungen und Jugendorganisationen teilnahmen.

Die Vorstellung des neuen Leitfadens zur Entwicklung von Schutzkonzepten.

Der Leitfaden bietet praktische Hilfestellungen für die Erarbeitung individueller Schutzkonzepte. Diese werden aufgrund neuer Förderrichtlinien des Landes künftig verpflichtend und müssen von den betroffenen Einrichtungen bis Ende 2027 umgesetzt werden.

Entwickelt wurde der Leitfaden gemeinsam mit Fachorganisationen wie Forum Prävention, der Kinder- und Jugendanwaltschaft sowie dem Jugendhaus Kassianeum. Im Mittelpunkt stehen Maßnahmen zur Prävention, Risikoanalyse und Intervention sowie die aktive Einbindung von Kindern und Jugendlichen. Nach Ansicht der Initiatoren können Schutzkonzepte nur dann wirksam sein, wenn junge Menschen an deren Gestaltung beteiligt werden.

Die drei Dachverbände kündigten zudem weitere Workshops und Unterstützungsangebote an. Ziel sei es, sichere Räume zu schaffen, in denen sich Kinder und Jugendliche geschützt, ernst genommen und willkommen fühlen. Durch die Einführung der Schutzkonzepte soll die Qualität und Sicherheit der Jugendarbeit in Südtirol nachhaltig verbessert werden.

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