Pflege in Südtirol: SVP verweist auf bestehende Hilfen

SVP-Fraktionssprecher Harald Stauder betont, dass die Unterstützung pflegender Angehöriger seit Jahren ein Schwerpunkt der Sozialpolitik in Südtirol sei. Die Betreuung und Pflege von Angehörigen stelle für viele Familien eine große Herausforderung dar. Deshalb seien in den vergangenen Jahren zahlreiche Dienste und finanzielle Hilfen geschaffen und ausgebaut worden.
Nach Angaben der SVP verfügt Südtirol bereits über ein umfangreiches System der Pflege- und Betreuungsleistungen. Ein Großteil der Finanzierung der Seniorenwohnheime werde direkt aus dem Landeshaushalt getragen. Durch die schrittweise Erhöhung des Einheitsbetrags übernehme das Land inzwischen rund zwei Drittel der Gesamtkosten. Der verbleibende Anteil werde über den Grundtarif finanziert, der teilweise von den Gemeinden getragen werde.
Soziallandesrätin Rosmarie Pamer betont, dass in Südtirol niemand aus finanziellen Gründen auf notwendige Pflege oder Betreuung verzichten müsse. Das bestehende Tarifsystem gewährleiste den Zugang zu den erforderlichen Leistungen.
Neben den finanziellen Unterstützungen verwies die SVP auch auf zahlreiche Entlastungsangebote für pflegende Angehörige, die in den vergangenen Jahren kontinuierlich erweitert worden seien.
Zudem verweist die Fraktion auf einen derzeit im italienischen Parlament behandelten Gesetzesentwurf zur rechtlichen Anerkennung und zum Schutz pflegender Angehöriger. Dieser sieht unter anderem finanzielle Unterstützungen, bessere Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege sowie eine stärkere Einbindung der Angehörigen in soziale und gesundheitliche Dienste vor.
Aus Sicht der SVP sei es sinnvoll, zunächst die staatliche Gesetzgebung abzuwarten und anschließend zu prüfen, ob zusätzliche Maßnahmen auf Landesebene erforderlich seien. Vor diesem Hintergrund werde die Fraktion den vorliegenden Beschlussanträgen nicht zustimmen.






